Sahra Wagenknecht: Debatte über ein anderes Währungssystem gefordert

21. August 2015 - 10:47 - keine Kommentare

Sahra Wagenknecht

Die aktuelle Entwicklung in Griechenland haben Sahra Wagenknecht dazu veranlasst eine Debatte über ein anderes Währungssystem in ihrer Partei zu führen. Die Vizefraktionschefin der Linken im Bundestag stellt damit erstmals den Euro wirklich in Frage, weil dieser ein großes wirtschaftliches Ungleichgewicht erzeugt.

Am gestrigen Donnerstag war der griechischen Ministerpräsident Alex Tsipras zurückgetreten und Neuwahlen in seinem Land den Weg zu ebnen. Lange hatte sich dieser gegen die Spar- und Reformauflagen der internationalen Gläubiger gestemmt, musste aber aufgrund der nationalen Lage notgedrungen einem weiteren Hilfspaket zustimmen, die natürlich an bestimmte Reformen und Bedingungen gebunden sind. In einer Reaktion darauf stellt Sahra Wagenknecht den Euro als europäische Einheitswährung in Frage.

Sahra Wagenknecht: Debatte über ein anderes Währungssystem gefordert

Von ihrer Partei fordert die derzeitige Vizefraktionschefin der Linken eine Debatte über ein alternatives Währungssystem. “Es zeigt sich einfach, dass der Euro nicht funktioniert, sondern immer größere wirtschaftliche Ungleichgewichte erzeugt, und am dramatischsten zeigt sich das eben in Griechenland” sagte sie in einem Interview der “Welt”. “Die Währungsunion verengt die Spielräume der einzelnen Regierungen bis zur Handlungsunfähigkeit, das ist eine europaweite Abschaffung der Demokratie durch die Hintertür.” sagte sie weiter und regt damit zumindest die Diskussion rund um das Thema “Euro” an.

Foto: Sahra Wagenknecht von Die Linke, CC BY – bearbeitet von borlif

 
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