Google: Vorwürfe wegen Datenschutz-Verstoß – Millionenablass an Apple

11. Juli 2012 - 14:23 - keine Kommentare

Google wird erneut der fehlerhafte Umgang mit Nutzerdaten vorgeworfen. Demnach sei eine Lücke im Safari-Browser von Apple genutzt worden, um Userverhalten auszuwerten, auch wenn dies nicht gewünscht wurde. Die US-Kartellbehörde verhängte ein hohes Bußgeld, das der Suchmaschinenbetreiber nun in einem Vergleich zahlte.

Dass die Google Suchmaschine das Verhalten der Nutzer beobachtet und speichert, um gezielte Suchvorschläge zu machen, ist hinlänglich bekannt. Nun hat Elektronikriese Apple jedoch Google vorgeworfen, die Einstellungen Usern des Safari-Browsers umgangen zu haben, um an Daten zu gelangen. Nach einer Strafe durch die Federal Trade Commission (FTC) soll der Suchmaschinenbetreiber 22,5 Millionen US-Dollar in einem Vergleich an das Computerunternehmen gezahlt haben.

Bußgeld für Google: Userdaten aus Safari unerlaubt genutzt

Den Berichten zufolge wurden über Google+ Cookies im Apple-Browser gesetzt, die es ermöglichten, basierend auf den Suchanfragen Werbung auf die Gewohnheiten der User zu schalten. Schwerwiegend ist jedoch vor allem, dass dies auch geschah, wenn die Nutzer diese Option eigentlich deaktivierten. Eine Systemlücke in Safari hätte dies möglich gemacht, während aber die Praxis selbst eine bewusste Programmierung voraussetze.

Google selbst hatte die Funktion abgeschaltet, nachdem im „Wall Street Journal“ im Februar 2012 darüber berichtet wurde und spricht heute von einem Versehen. Die FTC verhängte ein Bußgeld von umgerechnet 18,3 Millionen Euro, das von Google auch an Apple gezahlt wurde, um einer Klage wegen eines Datenschutz-Verstoßes zu entgehen.

Kartellbehörde FTC verhängt höchstes Strafgeld

In diesem Jahr stand Google schon einmal wegen des Umgangs mit dem Datenschutz im Visier der Kartellbehörde: 25.000 US-Dollar wurden im April fällig, da über den Streetview Service auch WLAN Daten gesammelt wurden. Im Fall des Apple-Browsers Safari seien aber keine persönlichen Daten, Passwörter oder Kreditkarten- und Kontonummern ermittelt worden, teilte Google mit.

Ein Fehlverhalten solle durch die Zahlung, zu der die FTC erst noch zustimmen muss, derweil nicht eingeräumt werden. Die Kartellbehörde hat mit der Summe von 22,5 Millionen Dollar das höchste Bußgeld dieser Art verhängt.

Bild:Google von Robert Scoble, CC BY – bearbeitet von borlife

 
VN:F [1.9.18_1163]
0.0 / 5.0 - 0 Bewertungen
 
 

Hinterlasse eine Meinung zu: Google: Vorwürfe wegen Datenschutz-Verstoß – Millionenablass an Apple

* Pflichtfeld - E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!