Timbuktu: Islamisten zerstören Gräber des Weltkulturerbes

11. Juli 2012 - 08:27 - keine Kommentare

Die legendäre Wüstenstadt Timbuktu im Norden Malis ist erneut Zerstörungen zum Opfer gefallen. Laut Augenzeugenberichten hätten Islamisten historische Gräber zerstört und Teile der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Djinger-ber-Moschee verwüstet. Dies ist bereits der zweite Vorfall in den vergangenen zehn Tagen.

Die Wüstenstadt Timbuktu im Norden Malis gehört zum kulturellen Erbe Afrikas. Die traditionelle Bauweise in den alten Teil der Stadt ist bereits mehrere Jahrhunderte alt. Unter anderem zählen die drei großen Moscheen sowie 16 Friedhöfe und Mausoleen zum UNESCO-Welterbe und sollten für die Zukunft bewahrt werden. Aktuell wird Timbuktu jedoch von zahlreichen Zerstörungen heimgesucht.

Islamisten zerstören Gräber des Weltkulturerbes

Laut den Augenzeugenberichten der Anwohner seien bewaffnete Islamisten mit Schaufeln angerückt und hätten unter anderem mehrere Grabstätten der historischen Stadt komplett zerstört. Außerdem wurden Teil der dem 14. Jahrhundert stammenden Djinger-ber-Moschee verwüstet beziehungsweise stark beschädigt. Wie es in den Berichten weiter heißt, hätte die ganze Aktion mehrere Stunden gedauert und die Islamisten hätten eine andere Sprache gesprochen.

Bereits Anfang Mai war es durch die Islamistengruppe Ansar Dine zu ersten Zerstörungen in Timbuktu gekommen. Diese möchte gemeinsam mit Tuareg-Rebellen der MNLA (Nationale Bewegung für die Befreiung des Azawad) einen islamistischen Staat auf Grundlage Scharia-Gesetzgebung errichten.

Bild:Timbuktu von dupyernoz, CC BY – bearbeitet von borlife

 
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