Anne Will in der ARD: Grexit mit Günter Verheugen und Margarita Tsomou

22. April 2015 - 21:34 - 2 Kommentare

Die Finanzminister der Euro-Gruppe werden am kommenden Freitag erneut über das Thema “Griechenland” beraten. Dabei steht immer wieder das Ausscheiden des Mittelmeerlandes aus dem Euro im Raum, das allerdings noch nie wirklich Konturen angenommen hat. Bei Anne Will in der ARD werden Günter Verheugen, Alexander Graf Lambsdorff, Henrik Enderlein, Nikolaus Blome und Margarita Tsomou die aktuelle Situation etwas näher beleuchten.

Mit der neuen Regierung in Griechenland ist bislang keine wirkliche Trendwende zu verzeichnen. Bislang sind drei Monate ins Land gezogen, die keine signifikanten Veränderungen ergeben haben. Griechenland, das sich neu emanzipieren möchte innerhalb der EU, ist auf das Geld aus der EU angewiesen, um nicht Pleite zu gehen. Dennoch zeigt man wenig Kooperations- und Reformbereitschaft. Die Geuld der Gelbgeber wird somit auf eine harte Probe gestellt und am kommenden Freitag rückt Griechenland bei den Beratungen der Finanzminister der Euro-Gruppe wieder auf die Agenda.

Grexit mit Günter Verheugen und Margarita Tsomou

Bei Anne Will wollen die Experten einen möglichen “Grexit”, einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone, einmal näher beleuchten. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und auch EZB-Chef Mario Draghi sehen die Eu für ein solches Szenario gewappnet, ohne in den Grundfesten erschüttert zu werden.

“Drachme statt Euro – Katastrophe oder Erlösung?” – Günter Verheugen (SPD, ehemaliger Vizepräsident der Europäischen Kommission), Alexander Graf Lambsdorff (FDP, Vizepräsident des Europäischen Parlaments), Henrik Enderlein (Wirtschaftswissenschaftler), Margarita Tsomou (Journalistin und Mitherausgeberin “Missy Magazine”), Nikolaus Blome (Leiter des SPIEGEL-Hauptstadtbüros) haben dazu ganz unterschiedliche Ansichten, die ab 22.45 Uhr in der ARD disktutiert werden.

Foto: Anne Will von absolut°karriere, CC BY – bearbeitet von borlife.

Anne Will in der ARD: Grexit mit Günter Verheugen und Margarita Tsomou, 3.7 out of 5 based on 3 ratings
 
VN:F [1.9.18_1163]
3.7 / 5.0 - 3 Bewertungen
 
 

Kommentare zu Anne Will in der ARD: Grexit mit Günter Verheugen und Margarita Tsomou

Zu diesem Beitrag gibt es 2 Kommentare.

von Richard Staab am 22. April 2015 - 23:37 Uhr

Verheugens mentale aussetzer eklatant!

von Dr.Johannes Rauter am 23. April 2015 - 01:21 Uhr

Schon die zweite Runde zum Thema in ähnlicher Besetzung:

Kritik verdient die m.E. unzureichende Vorbereitung der Sendung, Ergebnis: “Karrusseldiskussionen”. Es fehlt deutlich an einer Vorarbeit:

1. Es gibt keine Bestimmung in den relevanten Verträgen, die einen Euroaustritt verbieten würden.
2. Dass Griechenland erstmals “einen leichten Überschuß” erarbeitet hätte lasse man die Zinsen außen vor. Dast stimmt nicht, da zumindest die Verzinsung einer Staatsschuld von 60% des BIP berücksichtigt werden muß.
3. Es ist kontraproduktiv für eine Diskussion, dass niemand mit den Fakten
zu den Steuereingängen 2014 oder 1. Quartal 2015 aufwarten kann. Hier muß sich das Büro Will herbe Kritik gefallen lassen.
4.Die Diskussionsleitung muß eingreifen, wenn offensichtlicher Widersinn geäußert wird. Deutschland habe ja noch gar nichts bezahlt. Richtig. Aber dieselben Diskutanden sehen einen weiteren Schuldenschnitt – wie übrigens ich auch – als völlig unausweichlich an. also: Wir werden zahlen.
5. Warum wird nicht darauf hingewiesen, dass die Nicht-Euro-Staaten in der EU sowohl existieren als auch eine bessere Wachstumsperformance hingelegt haben seit 2004 als die Süd-Euroländer.
6. Griechenland hat eine Korruption auf afrikanischem Niveau. Warum wird dieses Thema nicht breiter ausgeführt?
7. Haben nun die Griechen aufgehört Steuern zu bezahlen vor der Wahl, ja oder nein. Dass muss doch das Büro Will vorher recherchieren!!!
8. Wenn man schon über den Grexit diskutieren will, dann lasse man sich vorher mal zwei Szenarios rechnen, das ist nun für z.B. das Ifo Institut gar kein Problem. Dann hätte man wenigstens ein paar handfeste Daten und müsst nicht Zeit auf
die weitgehend inkompetenten Beiträge einer Frau Tsomou verwenden.
9. Warum geht niemand darauf ein, wie das Preisgefüge in Griechenland wieder auf Normalmaß gebracht wird also z.B. auf jenes der Slowakei?
10. Warum wird nicht gezeigt, welche Auswirkungen die Drachma auf die Wirtschaftsleistung der größten 100 griechischen Firmen hätte.
11.Der Unterstützungsbedarf bei einem Grexit für griechischen Rentner und Arbeitslose wurde nicht ermittelt. Nichts leichter als das. 14 Milliarden pro Jahr, würde die EU 300 € pro Kopf und Monat zuzahen.
usf.
Politik ohne Datenbasis ist Geschwätz das sei den Graecophilen ins Stammbuch geschrieben. Eine Diskussionsrunde, die fast nur aus nicht belegten Behauptungen vor allem der graecophilen Partei basiert ist das Wasser nicht wert das dort getrunken wird.

Mit freundlichem Gruß

Johannes Rauter

Hinterlasse eine Meinung zu: Anne Will in der ARD: Grexit mit Günter Verheugen und Margarita Tsomou

* Pflichtfeld - E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!