ZDF-Politbarometer April 2015: Fremdenfeindlichkeit weit verbreitet

18. April 2015 - 10:44 - 1 Kommentar

Politbarometer

Das ZDF-Politbarometer, das in Zusammarbeit mit der Forschungsgruppe Wahlen erstellt wird, hat sich in dieser Woche vor allem dem Thema “Zuwanderung” und “Fremdfeindlichkeit” zugewandt. Der Großteil der Befragten hält Zuwanderung für notwendig, zudem wird in Deutschland ein Klima der Fremdenfeindlichkeit wahrgenommen. Außerdem sieht man den Bund mehr in der Pflicht sich in der aktuellen Flüchtlingspolitik zu engagieren.

Nach den Vorfällen in Tröglitz in Sachsen-Anhalt hat das Thema “Fremdenfeindlichkeit” in Deutschland wieder mehr an Brisanz gewonnen. Obwohl der PEGIDA-Bewegung allmählich die Luft ausgeht, scheint dieses Thema längst noch nicht zu den Akten gelegt worden zu sein. Bereits die Diskussion bei Maybrit Illner am Donnerstag im ZDF hat gezeigt, dass es hier durchaus unterschiedliche Positionen gibt.

ZDF-Politbarometer: Fremdenfeindlichkeit weit verbreitet

Das ZDF-Politbarometer hat deshalb die gesamte Thematik aufgegriffen und in den Mittelpunkt einer aktuellen Befragung gestellt. Demnach sehen 65 Prozent die Notwendigkeit der Zuwanderung von Arbeitskräften, während 31 Prozent dies anders sehen. Besonders brisant ist es beim Thema “Fremdenfeindlichkeit” hierzulande, denn insgesamt 58 Prozent nehmen ein Klima der Fremdenfeindlichkeit war, davon sehr stark (zehn Prozent) oder stark (48 Prozent). 40 Prozent hingegen sehen diese Entwicklung nur sehr wenig und gar nicht ausgeprägt.

Allerdings sind 32 Prozent der Befragten der Meinung, dass Deutschland zu viele Flüchtlinge aufnehme. 43 Prozent befürworten das aktuelle Maß, während 18 Prozent eine Steigerung der Zahl unterstützen würden. 81 Prozent sind für eine größere Beteiligung des Bundes.

Foto: obs/ZDF/ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

 
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Kommentare zu ZDF-Politbarometer April 2015: Fremdenfeindlichkeit weit verbreitet

Zu diesem Beitrag gibt es 1 Kommentar.

von Ursula Prasuhn am 18. April 2015 - 19:17 Uhr

Laut Politbarometer wird “in Deutschland ein Klima der Fremdenfeindlichkeit wahrgenommen”. Würde ich befragt, müsste ich antworten, dass ich selbst in meiner Umgebung keine Fremdenfeindlichkeit wahrnehme, allerdings durch die Medien – insbesondere die öffentlich rechtlichen – immer häufiger darauf hingewiesen werde, dass es sie gibt und dass sie zunimmt.
Wie aber antwortet jemand, dem es so geht wie mir und der sich aus Mangel an eigener Beobachtung nur auf das Gehörte verlässt? Er wird sagen: “Ja, ich habe den Eindruck, dass Fremdenfeindlichkeit zunimmt.”
Bei solchen “Barometern” kommt zu einem großen Teil als Ergebnis nur das heraus, was vorher eingetrichtert wurde. Und das wiederum dient dann als erneuter oder weiterer Beweis für das Behauptete.
Mein Eindruck ist, dass mit solchen Umfragen oder auch “Studien” viel Meinungsmache betrieben wird. Jedenfalls begegne ich ihnen mit immer mehr Vorsicht.

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