Nackt unter Wölfen in der ARD: KZ-Verfilmung nach der Romanvorlage von Bruno Apitz

1. April 2015 - 18:46 - keine Kommentare

Buchenwald

Der Jahrestag der Befreiung Buchenwalds am 11. April 1945 jährt sich zum 70. Mal und im Gedenken daran wurde der Roman von Bruno Apitz “Nackt unter Wölfen” für die ARD verfilmt. Dabei wird der Zuschauer in die grauenhafte Welt des Konzentrationslager versetzt, in dem die Häftlinge versuchen das Leben eines dreijährigen Jungen zu retten.

Das Konzentrationslager Buchenwald steht für ein grausames Kapitel der deutschen Geschichte. Tausende von Juden und politischen Häftlingen fanden hier den Tod, bevor das Lager am 11. April 1945 von den Allierten befreit wurde. Anlässlich des anstehenden 70. Jahrestages der Befreiung zeigt die ARD am heutigen Abend die Verfilmung des Romans “Nackt unter Wölfen”, der von Bruno Apitz 1958 veröffentlicht wurde. Dieser war selbst in Buchenwald inhaftiert gewesen.

KZ-Verfilmung nach der Romanvorlage von Bruno Apitz

Hans Pippig (Florian Stetter) kam 1943 in das KZ-Buchenwald und ist Effektenkammer tätig. Im Koffer eines polnischen Mannes finden sich nicht die erwarteten Sachen, sondern ein dreijähriger Junge. Kurzfristig entschließt er sich das Leben des Jungen zu retten, bringt damit aber nicht nur sein eigenes Leben in Gefahr, sondern auch das Vorhaben zahlreicher anderer Häftlinge. Ständig von Gewissensbissen geplagt, wird die Rettungsaktion zu einer erheblichen Herausforderung und Belastungsprobe für alle Beteiligten.

Für die Verfilmungen waren mehrere Anforderungen zu berücksichtigen. Der Roman von Bruno Apitz wurde in der DDR instrumentalisiert und ist damit historisch vorbelastet.  Zudem musste man beim Dreh darauf achten, dass die Version auch “20.15 Uhr-tauglich” wird und man auf zu ausufernder Gewaltszenen verzichten musste. Dennoch hat man ein beeindruckendes Werk geschaffen, das die Zuschauer bewegen wird.

Foto: Buchenwald von Lars K Jensen, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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