Hart aber fair in der ARD: Depressionen mit Annette Weddy und Dagmar Hellhammer

30. März 2015 - 19:07 - 2 Kommentare

Depression

Durch den Absturz der Germanwings-Maschine ist die Erkrankung durch Depressionen wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Unter der Fragestellung: “Notfall Psyche – Gefahr auch für die Mitmenschen?” möchte Frank Plasberg verschiedene Aspekte zum Thema beleuchten und hat sich dazu Professor Florian Holsboer, Annette Weddy, Christof Wellens, Raphael Diepgen und Dagmar Hellhammer eingeladen.

Das Unglück in Südfrankreich hat hierzulande deutliche Spuren hinterlassen. Insbesondere der Umstand, dass der Absturz wissentlich herbeigeführt wurde, hat für zahlreiche Diskussionen gesorgt. Inzwischen versucht man auf einer sehr sachlichen Basis entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um das Risiko solcher Taten zu mindern. Dabei stehen vor allem die Depressionen im Mittelpunkt, unter denen auch der Pilot gelitten haben soll.

Hart aber fair: Depressionen mit Annette Weddy und Dagmar Hellhammer

Dieser hatte seine Erkrankung verschwiegen und war seinen Dienst angetreten. Hätte eine Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht in diesem Zusammenhang geholfen? Zudem stellt die Tat Menschen mit Depressionen in ein vollkommen falsches Licht, denn wer möchte schon unter dem medialen Einfluß der Tat seine Erkrankung öffentlich machen.

Zudem soll diskutiert werden, ob durch Depressionen eine erhöhte Gefahr für Mitmenschen entsteht. Darüber wollen Professor Florian Holsboer (Facharzt für Nervenheilkunde und Psychotherapie), Annette Weddy (Deutsche Depressionsliga), Christof Wellens (Vorsitzender des Vereins Crash), Raphael Diepgen (Psychologe an der Ruhr-Universität Bochum und ausgebildeter Verkehrspilot) und Dagmar Hellhammer (Im Einzelgespräch, hat 2009 ihren Sohn bei einem Flugzeugabsturz verloren) in der heutigen Runde bei “Hart aber fair” ab 21 Uhr in der ARD diskutieren.

Foto: Depressionen von Viktor, CC BY – bearbeitet von borlife.

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Kommentare zu Hart aber fair in der ARD: Depressionen mit Annette Weddy und Dagmar Hellhammer

Zu diesem Beitrag gibt es 2 Kommentare.

von Elvira Jurado Castell am 30. März 2015 - 21:37 Uhr

Ich verstehe nicht, warum man bei dieser Diskussion und auch bei anderen Diskussionen, die ich verfolgt habe, von allem Abstand nimmt, was die Psychoanlytik im Laufe der Jahrzehnte erforscht hat. Nach den Aussagen vieler Psychologen und Analytiker könnte man diese Fakultät ja einfach abschaffen, da sie keine validen Erkenntnisse bringt. Ich weiß nicht, warum die Psychoanalytiker bei diesem Fall den Rückzug antreten. Bei der Vorschgeschichte des Copiloten hätte er diese Ausbildung nicht machen und in Konsequenz diese Verantwortung überhaupt nicht übernehmen dürfen. Man muss hier doch zwischen verschieden Berufsbildern unterscheiden. Eine depressive Verkäuferin, ein depressiver Manager, etc. ist absolut von dieser Frage auszunehmen. Es geht ausschließlich um Berufe mit einer immensen Verantwortung. Dieser junge Mann hat doch nicht im Wahn gehandelt – er hat doch sehr vorausschauend gehandelt, als er den Piloten ausschloss und und die Verriegelung betätigt hat und auch nicht auf die verzweifelten Signale der Crew reagierte.

von Jahn am 31. März 2015 - 11:41 Uhr

Sehr geehrte Frau Weddy,

ich habe gestern mit Interesse die Sendung Hart aber fair gesehen, Könnten Sie mir bitte Ihre e-Mail-Adresse geben ? Ich bin 74-jähriger Rentner und Anfänger am PC.
Druch den Freitod meines um 1 Jahr jüngeren Bruders kurz vor Weihnachten 2014 habe nun auch ich Depressionen, die meiner Meinung nach von den Ärzten nicht richtig behandelt werden. Ich würde Ihnen das gerne ausführlicher schreiben und um Ihren fachlichen Rat bitten. – Für Ihre Bemühungen schon im Voraus besten Dank und

freundliche Grße aus Mühldorf am Inn
Manfred Jahn

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