Anne Will: Griechenland am Abgrund mit Jean Asselborn und Sahra Wagenknecht

11. März 2015 - 20:43 - 1 Kommentar

Der Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone hat in der jüngsten Vergangenheit wieder Gestalt angenommen, denn das Mittelmeerland befindet sich derzeit wieder in akuter Finanznot. Doch dieses vermeintliche Horrorszenario hat etwas an Schrecken verloren, weshalb sich die EU nicht unter Druck setzen lässt. Bei Anne Will disktutieren Armin Laschet, Robert Halver, Alexis Passadakis, Jean Asselborn und Sahra Wagenknecht die Frage: “Griechenland am Abgrund – Stolpert die Regierung Tsipras einen Schritt nach vorn?”.

Dies hatte sich die neue griechische Regierung sicherlich etwas anders vorgestellt. Regierungschef Tsipras wollte einen neuen Weg einschlagen und viele Reformen rückgängig machen. Allerdings musste man schnell feststellen, dass man ohne die fremde Hilfe in eine Finanznot schlittert, die vor allem die wirtschaftlichen Probleme verstärken dürfte. Auch die Kapitalflucht im Land wird für Griechenland immer mehr zum Problem. Plötzlich können die gr0ßzügigen Wahlversprechen nicht mehr eingehalten werden.

Griechenland am Abgrund mit Jean Asselborn und Sahra Wagenknecht

Am heutigen Mittwoch kommen die griechische Regierung und die Vertreter der europäischen Geldgeber wieder zu Beratungen zusammen. Ob es eine kurzfristige Lösung gibt, ist eigentlich fast auszuschließen, denn die Reformen gehen den Geldgebern nicht weit genug. Der Griechenland-Austritt (Grexit) aus der Euro-Zone wird erneut thematisiert und dürfte vor allem dem Mittelmeerland erhebliche Kopfschmerzen bereiten.

Bei Anne Will werden sich Jean Asselborn (Außenminister von Luxemburg), Armin Laschet (Stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender), Sahra Wagenknecht (Erste stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei), Robert Halver (Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank) und Alexis Passadakis (Politikwissenschaftler und Attac-Mitglied) der Frage nähern: “Griechenland am Abgrund – Stolpert die Regierung Tsipras einen Schritt nach vorn?”

Die Sendung “Anne Will” ist ab 22.45 Uhr in der ARD zu sehen.

Foto: Anne Will von absolut°karriere, CC BY – bearbeitet von borlife.

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Kommentare zu Anne Will: Griechenland am Abgrund mit Jean Asselborn und Sahra Wagenknecht

Zu diesem Beitrag gibt es 1 Kommentar.

von Johannes Lambert am 12. März 2015 - 01:00 Uhr

Was mich als langjährigem CDU-Mitglied an den Aussagen von Frau Wagenknecht, dass 2010 die sog. „Griechenlandhilfe“ in Wahrheit eine Bankenhilfe war, am meisten ärgert: Sie hat damit eindeutig Recht! Dasselbe sagt Prof. Dr. Starbatty in seinem Buch „Tatort Euro“. Unter Bruch des Vertrages zum Euro (Bail-Out-Verbot in Art. 125 Abs. 1 AEUV) und gegen alle ökonomische Vernunft haben die verantwortlichen Politiker auf Kosten der Steuerzahler private Schulden übernommen, den Griechen ihre Souveränität gestohlen und sich dort; Hass säend, wie Gerichtsvollzieher aufgeführt. Die CDU hat gemeint, sie könne, das Volk anschweigend, die Kritik daran einfach aussitzen. Dieser Zynismus hat sich nicht ausgezahlt. Das Problem meldet sich lautstark zurück. Leider gab es in der Runde nur einen einzigen und es war auch kein Politiker, der die wirtschaftlichen Notwendigkeiten ansprach: Griechenland braucht einen Schuldenerlass, es braucht aber auch eine Abwertung seiner Währung, um wieder wettbewerbsfähig zu werden, und das geht nur über einen geordneten und ggf. auch vorübergehenden Ausstieg aus dem Euro. Das sagt kein Politiker, weil er dann der AFD Recht geben würde. So wird weiter gutes Geld dem schlechten hinterhergeworfen, während bei uns die Infrastruktur verrottet, und was noch viel schlimmer ist: Es wird weiter durch die wirtschaftlich falsche Eurorettung ein Keil zwischen die europäischen Völker getrieben, der die alten europäischen Gespenster des Hasses wieder auferstehen lässt.

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