Bundesregierung verweigert Panzerlieferung an Litauen

22. Februar 2015 - 09:54 - keine Kommentare

GTK Boxer im Camp Marmal

Der Konflikt in der Ukraine ist auch bei den anderen Anrainerstaaten von Russland ein Dauerthema. Bereits im Sommer des vergangenen Jahres hat Litauen in diesem Zusammenhang eine Modernisiertung der eigenen Streitkräfte in Angriff genommen. Eine Anfrage des Landes bezüglich möglicher Waffenlieferungen aus Deutschland wurde von der Bundesregierung jedoch negativ beschieden.

Trotz aller Vereinbarungen scheint eine Waffenruhe im Osten der Ukraine mittlerweile fast utopisch zu sein. Prorussische Separatisten kämpfen weiterhin in den Gebieten und führen damit sämtliche diplomatisch Verhandlungen ad absurdum. Seit dem Ausbruch des Konfliktes steigt auch die Sorge bei anderen Nachbarländern Russlands, die sich durch die Armee des großen Nachbarn bedroht sehen. Litauen hat daraufhin bereits im Sommer des vergangenen Jahres eine Modernisierung der eigenen Streitkräfte beschlossen und hofft dabei auf die Unterstützung durch die Nato.

Bundesregierung verweigert Panzerlieferung an Litauen

In diesem Zusammenhang hat das baltische Land auch Deutschland um Hilfe gebeten. Mit einem sogenannten “Government to Government”-Geschäft wollte man ein zeitaufwendiges Rüstungsexportverfahren umgehen und den Kauf von einer zweistelligen Zahl von Panzern anstreben. Dies wurde allerdings von der Bundesregierung negativ beschieden mit dem Hinweis auf den Nato-Russland-Vertrag. Dieser Versuch der diplimatischen Zurückhaltung wird jedoch kritisch von Sicherheitspolitiker der Union und SPD gesehen, schließlich müsse man die Partner an der russischen Grenze im Rahmen der Möglichkeiten unterstützen.

Foto: Panzer Bundeswehr von ResoluteSupportMedia, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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