Maybrit Illner im ZDF: Russland-Politik mit Ursula von der Leyen, Jens Stoltenberg und Matthias Platzeck

5. Februar 2015 - 20:30 - 2 Kommentare

Maybrit Illner im ZDF

Mit der Fragestellung “Russland gegen den Westen – Europas Frieden in Gefahr?” eröffnet Maybrit Illner am heutigen Abend die Diskussion um die aktuelle Russland-Politik Europas. Vor allem der Konflikt in der Ukraine scheint derzeit kaum lösbar zu sein. Welche Auswege und Lösungen es gibt, wollen Ursula von der Leyen, Jens Stoltenberg, Katja Kipping, Frederick Kempe und Matthias Platzeck aufzeigen.

Der Konflikt in der Ostukraine hat in den vergangenen Tagen neue Dimensionen angenommen. Nach dem Scheitern der Verhandlungen zwischen der ukrainischen Regierung, den prorussischen Rebellen, Russland und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) scheinen wachsende militärische Auseinandersetzungen nur eine Frage der Zeit zu sein. Eine Mobilmachung von Seiten der Ukraine kann nicht die Lösung in dieser Auseinandersetzung sein, die bereits mehr als 5.000 Menschen das Leben gekostet. Deutschland in der Rolle des Vermittlers kann derzeit keine relevanten Vorschläge zur Friedenssicherung beziehungsweise Waffenstillständen unterbreiten, vielmehr entsteht angesichts der zahlreichen “Fronten” in Europa die Regierung derzeit überfordert zu sein.

Russland-Politik mit Ursula von der Leyen, Jens Stoltenberg und Matthias Platzeck

Die Sanktionen gegen Russland haben nicht Auswirkungen auf das Land selbst, sondern auch auf die Exporte Deutschlands und Europas. Deshalb droht man aktuell etwas zwischen die Fronten zu geraten. Bei Maybrit Illner stellt sich deshalb die Frage: “Russland gegen den Westen – Europas Frieden in Gefahr?”. Darüber werden im Studio Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Katja Kipping (Die Linke, Parteivorsitzende), Jens Stoltenberg (NATO-Generalsekretär), Matthias Platzeck (Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums e.V.) und Frederick Kempe (Präsident der US-Denkfabrik Atlantic Council) diskutieren.

Ob es konstruktive Ansätze gibt, kann man ab 22.15 Uhr im ZDF sehen.

Foto: ZDF / Svea Pietschmann

 
VN:F [1.9.18_1163]
0.0 / 5.0 - 0 Bewertungen
 
 

Kommentare zu Maybrit Illner im ZDF: Russland-Politik mit Ursula von der Leyen, Jens Stoltenberg und Matthias Platzeck

Zu diesem Beitrag gibt es 2 Kommentare.

von Walter Jangel am 6. Februar 2015 - 18:32 Uhr

Weltpolitik und Weltwirtschaft wird wie Schach gespielt. Will man etwas erreichen, müssen Weichen gestellt werden. Ein gemeinsamer Nenner in diesen Bereichen ist Erdöl/Energie. Man kann es als Wirtschaftswaffe einsetzen. Wer weiß, was die arabischen “Führer” für den Westen damit vorgesehen hatten. Flugs brach der “arabische Frühling” aus. So was kann bekanntlich inszeniert/arrangiert werden. Erinnert sei hier auch an Biafra, Südsudan, Sturz des Schah von Persien etc. Die USA und Canada produzieren ausreichend Öl und Gas. Das muß verkauft werden. In den Nahen Osten geht schlecht. Europa ist möglich, aber versorgt. Also Mißstimmung und Unsicherheit in diese Handelsbeziehung und in den Lieferweg bringen. Schon werden Gasterminals in der BRD und in den USA reaktiviert.
In der Sendung sprach Herr Platzeck die gute Stimmung zwischen Europa und Russland in den neunziger Jahren an. Noch bessere Beziehungen wären künftig denkbar gewesen. Offenbar hat das den USA nicht gefallen. Also Sand ins Getriebe streuen. Teile und herrsche ist nach wie vor die Devise. Mißstimmung kam auf, als Raketenabwehrsysteme in Polen aufgestellt werden sollten. Die Ukraine dient zusätzlich als politische Kulisse für den militärischen Industriekomplex. Wenn Europa wirklich so friedliebend ist wie immerzu beteuert, dann wäre es doch nur logisch, der Ukraine und Georgien zu sagen, schön, daß ihr zur EU wollt, aber Mitglied in der NATO geht aus Rücksicht auf ganz Europa und Rußland nicht. Da sollte man dem angeblichen Wunsch und der Selbstbestimmung der Ukrainer nicht entsprechen. Aber das geht nicht, weil es nicht in das Konzept der USA paßt. Die scheren sich einen Dreck um die Interessen anderer, wenn es ihren eigenen entgegensteht. Erinnert sei hier an den Einmarsch in Grenada oder an den inszenierten Putsch in Chile. Kuba als Sozialismus im Hinterhof der USA ist ausreichend. Einen sauberen Hinterhof für Rußland will man offenbar nicht. Es würde den Energieexport der USA und Canada behindern!

von Dieter Etling am 17. Februar 2015 - 17:31 Uhr

Herr Platzeck hat meiner Meinung nach Recht. Von Flinten-Uschi, kam wie immer, keine klare Antwort auf eine normale Frage, z. B. die Annektion der Krim. Das war eion klarer Verstoß gegen das Völkerrecht. Der amerikanische Einmarsch in den Irak, na ja, dazu hat sie nichts gesagt. Dieser Vollpfosten Stoltenberg: denkt er, die NATO könne sich mit einer “Regionalmacht”, wie Amerika Russland nennt, mit über 1000 Atomraketen anlegen ? Wie blöd muss man da sein ? Diese Krise oder dieser Krieg in der Ukraine wurde von Europa auf Druck der Amerikaner angezündet. Und jetzt schlägt man auch noch vor, die Brandstifterin mit dem Friedensnobelpreis auszustatten. Wie lächerlich ist das denn ?

Hinterlasse eine Meinung zu: Maybrit Illner im ZDF: Russland-Politik mit Ursula von der Leyen, Jens Stoltenberg und Matthias Platzeck

* Pflichtfeld - E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!