Europäische Zentralbank: Griechischen Staatsanleihen sind keine Sicherheiten mehr

5. Februar 2015 - 08:33 - keine Kommentare

Der Konfrontatioskurs von Griechenlands neuer Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras hat jetzt erste nachhaltige Folgen. Die Europäische Zentralbank akzeptiert ab der kommenden Woche keine griechischen Staatsanleihen mehr als Sicherheit. Mit dieser Entscheidungen stehen viele Banken des Landes ohne Geldmittel da und müssen Notfallkredite der nationalen Notenbank Griechenlands in Anspruch, die deutlich teurer sind.

Der neue Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte gleich in der ersten Woche mit Worten und Taten nachhaltig Spuren in Europa hinterlassen. Mit markigen Worten attackierte er unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Sparpolitik in Europa und forderte in diesem Zusammenhang den größten Schuldenerlass in der Geschichte Europas. Desweiteren wurden die Beobachtermission der Troika aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds und EZB des Landes verwiesen, womit man der Spardoktrin in Europa ein Ende setzen wollte. Dieser Frontalangriff auf die bisherige Geldpolitik und die Unterstützer Griechenlands hat nun erste Folgen.

Europäische Zentralbank: Griechischen Staatsanleihen sind keine Sicherheiten mehr

Die Hoffnung in Zukunft auf die Unterstützung der Europäischen Zentralbank zu bauen, hat sich seit gestern Abend vorerst zerschlagen, denn diese hat auf einer Ratssitzung beschlossen ab der kommenden Woche keine griechischen Staatsanleihen mehr als Sicherheit mehr zu akzeptieren. Damit sind die griechischen Banken von der wichtigsten Geldquelle ausgeschlossen und müssen nun auf Notfallkredite der nationalen Notenbank Griechenlands zurückgreifen, die aber deutlich teurer sind.

Foto:EZB von Paul!!, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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