Gottesteilchen: CERN Wissenschaftler entdecken mutmaßliches Higgs-Boson
4. Juli 2012 - 16:19 - 3 Kommentare

CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer hat auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben, dass zwei Experimentreihen ein Elementarteilchen gefunden haben, das der Theorie des Higgs-Boson entsprechen könnte. Das sogenannte Gottesteilchen aus der Theorie von Peter Higgs, der bei der Vorstellung in Genf zugegen war, konnte seit 1964 nicht nachgewiesen werden.
Eine fast fünf Jahrzehnte andauernde Suche könnte beendet sein. Wissenschaftler am CERN Institut in der Schweiz haben ein neues Teilchen entdeckt und vermuten, dass es sich hierbei um das berühmt-berüchtigte Higgs-Boson handelt – das Teilchen, das mit seinen Eigenschaften für die Bildung von Materie kurz nach der Entstehung des Universums verantwortlich war. Das aufgrund dieser Theorie auch „Gottesteilchen“ genannte Boson konnte bislang nur theoretisch nachgewiesen, noch nie zuvor jedoch beobachtet werden.
Forschungen am CERN Institut bringen neues Teilchen hervor
Im Large Hadron Collider (LHC), dem weltweit größten Teilchenbeschleuniger bei Genf werden Protonen auf maximale Geschwindigkeit gebracht und zur Kollision – aus den enorm genauen Daten lassen sich dadurch physikalische Phänomene ablesen, die bis dato nur auf dem Papier existierten.
Beide Experimentreihen „Atlas“ und „CMS“ haben unabhängig voneinander ein Elementarteilchen entdeckt, dass den von Peter Higgs prophezeiten Eigenschaften fast vollständig entspricht und bei dem es sich nicht um statistische Fluktuationen handelt, wie Fabiola Gianotti bei ihrer „Atlas“-Vorstellung betonte.
Entdeckung des Higgs-Boson wahrscheinlich
Auch wenn sich die Physiker von CERN auf der Pressekonferenz zuversichtlich zeigten, können sie die tatsächliche Existenz des „Gottesteilchen“, mit dem nachgewiesen werden könnte, wie Elementarteilchen zu ihrer Masse kommen, und dass das nicht beobachtbare Higgs-Feld in der Tat anhand seiner Auswirkungen bewiesen werden könnte, weder in letzter Instanz bestätigen oder ausschließen. Erst die vollständige Auswertung der Daten würde dies leisten und auch müssten weitere Experimente folgen, um sicher zu gehen.
Bild:CERN von Robert Scoble, CC BY – bearbeitet von borlife
Kommentare zu Gottesteilchen: CERN Wissenschaftler entdecken mutmaßliches Higgs-Boson
Zu diesem Beitrag gibt es 3 Kommentare.
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Hannover 96 |
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3:0 (1:0) | ||
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Samstag, 18.05.2013 / 15:30 Uhr 1:0 Diouf (36.), 2:0 Ya Konan (61.), 3:0 Ya Konan (76.) | ||||||
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2:2 (2:2) | |||
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von Dr. Gert Traupe am 4. Juli 2012 - 22:21 Uhr
Das wäre ein epochaler Durchbruch. Wahrscheinlich ist es nicht so ein Windei wie die “Überlichtgeschwindigkeit” der Neutrinos vor einigen Monaten. Erwiese sich auch diese Messung als eine Messung mit systematischen Fehlern, wäre der Ruf des CERN wirklich ruiniert. Aber bei einem Sigmabereich von 5 Standardabweichungen sollte kein zufälliger Ausreißer das Ergebnis verfälscht haben. Also dann ein Prosit auf Mr. Higgs. Der nächste Physik-Nobelpreis liegt schon fest: gemeinsam Higgs und CERN. Das viele Geld wurde nicht in en Sand gesetzt. DGT
von Mario Kemet am 10. Juli 2012 - 14:20 Uhr
Alle Materie ist vergänglich. Die elementaren Teilchen aber sind ewig! Den vielen tausend Mitarbeitern des CERN, ausdrücklich auch den Massen von Studenten, welche die Datenflutbewältigt haben, ein ganz großes Lob! Weiter so!
mario kemet
von I.helene Thelke am 10. Juli 2012 - 14:27 Uhr
Dr.Rolf Landua hat gesagt: “Um mit dem Verständnis der Welt weiterzukommen, brauchen wir sowohl den kreativen Ansatz der Modellbildung als auch das Experiment als Entscheidungsinstanz”
Und wir interessierten Laien brauchen Physiker wie Rolf Landua, die in der Lage sind, Unvorstellbares verständlich zu erklären. Ich gratuliere allen CERN- Physikern zu diesem großen Schritt! I. Helene Thelke.