Finnland plant Abschaffung der Handschrift

13. Januar 2015 - 08:57 - keine Kommentare

Handschrift

Finnland sorgt auf dem Bildungssektor wieder einmal für ein Novum, denn ab 2016 plant das Land die Abschaffung der Handschrift. Der Umgang mit einer Tastatur werde immer elementarer für die Schüler, so die Begründung des Bildungsministerium des beim Pisa-Test so erfolgreichen Landes.

Voller Hochachtung hat man in Deutschland immer von finnischen Bildungssystem gesprochen, schließlich konnte das Land bei den vergangenen Pisa-Tests immer Spitzenplätze belegen. Vor allem die Umstellung auf moderne Lernmethoden und die oftmals kostenlose Nutzung von Computern sowie Lernmitteln waren von der Konkurrenz mit Neid beobachtet worden.

Finnland plant Abschaffung der Handschrift

Nun plant das Land aber eine kleine Revolution, die europaweit für einen Aufschrei sorgt, denn für das Jahr 2016 möchte Finnland das Erlernen der Handschrift aus dem Lehrplan streichen. Laut den Aussagen des Bildungsministeriums sei der Umgang mit der Tastatur elementarer für die Schüler geworden. In diesem Zusammenhang ist es den Lehrern jedoch freigestellt weiterhin die Handschrift zu unterrichten, aber das Schreiben mit der Tastatur soll einen elementaren Platz erhalten.

Hierzulande stößt der Vorhaben Finnlands, das auch in den USA und der Schweiz diskutiert wird, auf Unverständnis. “Den Kindern darf unter dem Dach der Schule auf keinen Fall eine Beschränkung ihrer motorischen Fähigkeiten zugemutet werden. Bessere Lesbarkeit, die nur technisch erzeugt wird, taugt nicht als Lernziel in der Schule.” sagte Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) bei Spiegel Online.

Foto: Handschrift von Dennis Skley, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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