Griechenland: Neuwahlen und drohende Finanzprobleme

30. Dezember 2014 - 08:22 - keine Kommentare

Griechenland schien in den vergangenen Monaten eindeutig auf dem Weg der Besserung zu sein, doch mit den gescheiterten Präsidentenwahlen steht das Mittelmeerland einmal mehr vor einer ungewissen Zukunft. Die Neuwahlen am 25. Januar 2015 haben einen ungewissen Ausgang und der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vorerst alle Zahlungen ausgesetzt.

Die Arbeitslosenzahlen gingen leicht nach unten, ein Wirtschaftswachstum konnte erzielt werden und eine gewisse wirtschaftliche Stabilität waren nach den Jahren des Fast-Pleite in Griechenland zu erkennen. Dieser positive Trend scheint mit der gescheiterten Präsidentenwahl von gestern endgültig beendet zu sein, denn laut Gesetz müssen nun am 25. Januar 2015 Neuwahlen veranlasst werden.

Griechenland: Neuwahlen und drohende Finanzprobleme

Dabei rechnen sich der aktuelle Amtsinhaber, Ministerpräsident Antonis Samaras, sowie der Chef der linken Oppositionspartei Syriza, Alexis Tsipras, gute Chancen auf einen Wahlsieg aus. Letzterer möchte den rigiden Sparkurs der EU beenden und steht für steigenden Löhne und Renten ein. Ein Konzept, wie dies jedoch finanziert werden soll, legte Tsipras bislang jedoch nicht vor. Aber mit seiner EU-feindlichen Politik trifft er aktuell den Nerv vieler Griechen, die ein Aufweichen des Sparkurses befürworten.

Die Börse an Athen zeigte gestern schon erste Anzeichen von Schwäche und schloss mit deutlichen Verlusten. Zudem hat der Internationale Währungsfonds (IWF) weitere Zahlungen bis zur neuen Regierungsbildung ausgeschlossen. Insgesamt 240 Milliarden Euro hat Griechenland schon an Hilfszahlungen erhalten, bei einer neuerlichen Pleite, wären diese wohl verloren.

Bild:Antonis Samaras von European People’s Party – EPP , CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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