Gazprom mit einer negativen Jahresbilanz: Sanktionen wirken

25. Dezember 2014 - 08:30 - keine Kommentare

Gazprom

Der russische Energiekonzern Gazprom hat in diesem Jahr eine ernüchternde Jahresbilanz vorzuweisen. Laut eigenen Angabe produzierte das Unternehmen die geringste Menge Erdgas in seiner Geschichte. Die Sanktionen der EU, der Preisstreit mit der Ukraine und vor allem die wachsende Konkurrenz auf dem Binnenmarkt macht dem Unternehmen erheblich zu schaffen.

Noch vor knapp zwölf Monaten galt Gazprom als Vorzeigemodell eines russischen Unternehmens mit großen Erfolg auch auf den europäischen Märkten. Ein Jahr später hat Gazprom ebenso wie viele andere Firmen erheblich unter dem Ukraine-Konflikt und seinen drastischen Folgen zu leiden. Laut eigenen Angaben bewegte sich die Produktion von Erdgas in diesem Jahr auf dem niedrigsten Niveu seit der Firmengründung. 2014 erreichte die Produktion ein Volumen von 444,4 Milliarden Kubikmeter. Im vergangenen Jahr hatte man noch 487,4 Milliarden Kubikmeter ausweisen können.

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Die Gründe für die deutlichen Rückgang sind äußerst vielschichtig. Der Ukraine-Konflikt mit den verbundenen Sanktionen der EU wirkte sich ebenso nachteilig aus, wie der Preisstreit mit der Ukraine. Beide Märkte sind bemüht sich von der Abhängigkeit des russischen Gases zu lösen und suchen nach entsprechenden Alternativen. Desweiteren musste man auch erhebliche Verluste auf dem Binnenmarkt in Kauf nehmen. Andere Unternehmen wie Novatek, Rosneft und Lukoil konnte gemeinsam ihren Marktanteil beim russischen Gas auf 35 Prozent nahezu verdoppeln.

Foto: Gazprom von Thawt Hafthje, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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