Hamburg-Köln-Express: preiswerte Bahnverbindung ab Juli

2. Juli 2012 - 15:06 - 1 Kommentar

Köln Bahnhof

Der Hamburg-Köln-Express soll ab 23. Juli 2012 dreimal am Tag zwischen den Metropolen pendeln und dabei deutlich preisgünstiger sein als die Deutsche Bahn. Die Konkurrenz durch ein Privatunternehmen orientiert sich am erfolgreichen InterConnex Konzept.

450 Kilometer liegen zwischen Hamburg-Altona und dem Kölner Hauptbahnhof: Hier werden drei Mal täglich ab Ende Juli 2012 die Züge des Hamburg-Köln-Express (HKX) verkehren und 12 Stationen dazwischen anfahren. Neben vier Hamburger Bahnhöfen liegen auch Osnabrück, Münster, Gelsenkirchen, Duisburg und Düsseldorf auf der Linie, die sich auf das Konzept des mit ehemals drei Strecken vertretenen und ebenfalls privat bewirtschafteten InterConnex bezieht.

Hamburg-Köln-Express: private Konkurrenz für die Deutsche Bahn

Schon für das Jahr 2010 war eine private Verbindung zwischen Hamburg und Köln geplant, wurde jedoch einige Male verzögert. Am 23. Juli sollen nun die ersten Züge des HKX die Schienen nutzen können. Da die Modernisierung der von der Österreichischen Bundesbahn eingekauften Wagons noch nicht abgeschlossen ist, werden zunächst einmal Züge der Rheingold Reihe eingesetzt werden, die schon seit 1928 gebaut wurden.

Auf der Metropolen-Verbindung sollen Maschinen aus den 70ern verwendet werden, bevor auch die tatsächlichen Wagons und Elektrozugmaschinen Nostalgie aufkommen lassen: Die später erwartete ÖBB 4010 Baureihe wurde erstmals 1965 zwischen Wien und Zürich eingesetzt und 2008 ausgemustert. Als Käufer fand sich die Railroad Development Corporation, die sich neben vielen anderen internationalen Projekten auch am HKX beschäftigt.

Der Betrieb der Strecke Hamburg-Köln wird von der Veolia Verkehrs GmbH durchgeführt, die auch für die Strecke Leipzig-Berlin-Rostock des InterConnex verantwortlich ist. Auf diese Zusammenarbeit konnten sich die beiden Unternehmen erst vor kurzem, im März 2012, einigen. Sie soll die nötige Erfahrung in das Projekt fließen lassen, während das Personal ebenso wie die Züge selbst von der Hamburg-Köln-Express GmbH stammen. Neben Schwierigkeiten mit dem Stationspreissystem des Deutsche-Bahn-Tochterunternehmens „Station&Service“ wurde auch die Aufbereitung der alten ÖBB Züge als Verzögerungsgrund angegeben.

Preiswerte Bahnverbindung zwischen Köln und Hamburg

Der Erfolg des Hamburg-Köln-Express soll nach der Planung des Privatunternehmens in Tickets mit Zugbindung liegen: Günstige Preise, die nur für bestimmte Daten und Uhrzeiten gelten, verkaufen sich auch bei der Konkurrenz sehr gut. Auf diese Weise will das HKX Unternehmen Preise für Fahrkarten zwischen zwanzig und sechzig Euro ansetzen können und somit um bis zu Dreivierteln günstiger als die Konkurrenz auf der gleichen Strecke sein. Zum Service an Bord des HKX soll im sogenannten Premium Bereich der Ticketpreis auch die Bordverpflegung beinhalten.

Bild:Köln Bahnhof von mueritz, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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Kommentare zu Hamburg-Köln-Express: preiswerte Bahnverbindung ab Juli

Zu diesem Beitrag gibt es 1 Kommentar.

von Andreas Möller am 3. Juli 2012 - 10:10 Uhr

So gut auch die Konkurrenz der DB für die Kundschaft ist, so sollte man doch kritisch anmerken, daß die DB-Wettbewerber irgendwann nicht nur auf lukrativen Strecken fahren sollten. Vorausgesetzt, der Bund ist bereit, Fernverkehr auch auf Nebenstrecken zu bestellen, so wie die Länder es bei den Regionalzügen machen, so könnte etwa folgende Zugverbindung eingerichtet werden: Aachen-Mönchengladbach-Krefeld-Oberhausen-Münster-Bremen-Bremerhaven Lehe.

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