Geburtenrate: Statistisches Bundesamt legt Daten zur Bevölkerungsentwicklung vor

2. Juli 2012 - 14:38 - keine Kommentare

Mit vorläufigen Daten hat das statistische Bundesamt die neuesten Erkenntnisse zur Bevölkerungsentwicklung vorgelegt. Rückgänge bei der Geburtenrate, der Todesrate und der Anzahl der Eheschließungen steht einem Plus an Zuwanderungen entgegen. Genaue Zahlen werden im August 2012 erwartet.

Das statistische Bundesamt hat für das Jahr 2011 einen Bevölkerungszuwachs von etwa 100.000 Menschen, die neu in Deutschland leben, errechnet. Diese Zahl ergibt sich aus den in einer vorläufigen Fassung übermittelten Daten zur Bevölkerungsentwicklung, in denen unter anderem die Geburtenrate im vergangenen Jahr, die im gleichen Zeitraum gestorbenen Personen und die Zuwanderungen erfasst sind. Diese ersten Zahlen sollen kommenden Monat genauer angegeben werden.

Bevölkerungsentwicklung rückläufig: Mehr Todesfälle als Neugeborene

Mit 663.000 Kindern im Jahr 2011liegt die Anzahl neugeborener Babys etwas über zwei Prozent unter den ermittelten Zahlen des Vorjahres, während 852.000 Menschen im gleichen Zeitraum starben, was 0,7 Prozent weniger als 2010 entspricht. Zwar sind damit mehr Menschen gestorben als geboren worden, doch gleicht der leichte Rückgang der Sterberate die Differenz leicht an. Waren es 2010 noch 181.000 mehr gestorbene Menschen als geborene, waren es trotz 15.000 Babys weniger als im Jahr 2010 lediglich 190.000 mehr Todesfälle.

Eine weitere rückläufige Statistik bezieht sich in der Bevölkerungsentwicklung auf die Anzahl der Eheschließungen: Mit 378.000 getrauten Paaren sind dies 4.000 oder 1,1 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. 279.000 Menschen zogen derweil aus anderen Ländern mehr nach Deutschland als Auswanderer wegzogen. In der Gegenüberstellung dieser Zahlen ergibt sich der Zuwachs von rund 100.000 Menschen bei einem de facto Bevölkerungsrückgang.

Bevölkerungsrückgang so gut wie sicher

Im Jahr 1964 wurde das geburtenreichste Jahr der letzten 40 Jahre errechnet. Damals wurden 1,4 Millionen Babys geboren und seitdem sind die Entwicklungen rückläufig. Das in Wiesbaden ansässige Bundesamt für Statistik prognostiziert nun auch einen weiteren Bevölkerungsrückgang auf Basis dieser Daten, da selbst bei gleichbleibenden Zahlen rein rechnerisch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nicht genug Menschen geboren werden, um der gleichzeitig ansteigenden Todesrate entgegen zu wirken.

Bild:Geburtenrate von ida und bert, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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