Rente mit 63: Hohe Nachfrage lässt Kosten erheblich steigen

20. November 2014 - 08:22 - keine Kommentare

Die Einführung der Rente mit 63 am 1. Juli diesen Jahres könnte deutlich kostspieliger werden, als man im Vorfeld angenommen hatte. Die hohe Zahl der Anträge hat die Kosten allein schon in diesem Jahr auf 1,5 Milliarden Euro ansteigen lassen. Eingeplant waren lediglich 0,9 Milliarden Euro. Im kommenden Jahr könnten sich die Kosten sogar verdoppeln.

Mit der Einführung der abschlagsfreien Rente hat die Bundesregierung eines der zentralen Wahlversprechen aus der Bundestagswahl umsetzen können. Das von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) erarbeitete Gesetzespaket sieht vor, dass Arbeitnehmer, die 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, im Alter von 63 Jahren ohne Abschläge in die Rente eintreten können. Bis 2029 soll das Rentenalter kontinuierlich auf 65 Jahre angehoben werden.

Rente mit 63: Hohe Nachfrage lässt Kosten erheblich steigen

Die Planungen haben dabei ein Investment von 0,9 Milliarden Euro für das Jahr 2014 vorgesehen. Allerdings ist die Nachfrage deutlich höher, als man angenommen hatte. Bis Oktober seien bereits 163.000 Anträge gestellt worden, wovon 110.000 Anträge ausnahmslos genehmigt werden konnten. Damit steigen die Kosten bereits bis zum Ende diesen Jahres auf 1,5 Milliarden Euro. Drastisch könnte es 2015 werden, wenn die geburtenstarken Jahrgänge 1950 bis 1963 die Bedingungen für die abschlagsfreie Rente erfüllen. Laut aktuellen Prognosen könnte die einkalkulierte Summe von 1,5 Milliarden Euro auf drei Milliarden Euro ansteigen.

Foto:Rentner von Blackpower 2010, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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