US-Kongresswahlen 2014: Republikaner erobern die Mehrheit

5. November 2014 - 09:15 - keine Kommentare

Barack Obama und seine Demokraten haben bei den US-Kongresswahlen 2014 eine bittere Niederlage einstecken müssen. Die Enttäuschung der Bevölkerung spiegelt sich in einem Wahlergebnis wieder, das den US-Präsident kaum noch Raum für ein konstruktives Regieren lässt.

Die eigentlichen wirtschaftlichen Daten sprechen für Barack Obama, denn die Arbeitslosigkeit von sechs Prozent und das Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent sind positive Indikatoren der Politik des US-Präsidenten. Nachteilig für ihn wirkt sich aus, dass vom Aufschwung und der wirtschaftlichen Stabilität bei den meisten Amerikaner derzeit nichts ankommt. Da die Repubilkaner die Kongresswahlen mehr oder weniger zu einer Personenwahl gemacht und die Schwäche von Barack Obama in den Umfragen ausgenutzt haben, konnten sie sich am Ende als strahlender Gewinner des Abends feiern lassen.

US-Kongresswahlen 2014: Republikaner erobern die Mehrheit

Da ihre Beliebheit keinesfalls größer ist als die der Demokraten, war es für viele Amerikaner eine Wahl zwischen zwei Übeln. Da die Demokraten ihre Chance verpasst hatten, können nun die Republikaner ihr Glück versuchen. Für die Politik in den USA ist es allerdings ein verheerendes Szenario, denn mit der Mehrheit der Republikaner in beiden Kammern und einem demokratischen US-Präsidenten dürfte eine Blockade-Politik wohl auf der Tagesordnung stehen. Die Amerikaner haben dafür mit “lahme Ente” wohl die passende Bezeichnung gefunden, aber hilfreich ist es keinesfalls. Die kommenden zwei Jahre dürften für Barack Obama sehr lang werden.

Foto:US-Präsident Barack Obama von jamesomalley, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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