IS-Video mit Journalist John Cantlie: Geisel berichtet über Kobane

28. Oktober 2014 - 09:03 - keine Kommentare

John Cantlie

Der 2012 in Syrien entführte britische Fotojournalist John Cantlie ist erneut auf einem neuen Video der Terrormiliz “Islamischer Staat” zu sehen. Dabei berichtet die Geisel im Stile eines Reporters über die Erfolge der IS in der Stadt Kobane. Zudem sollen die Berichterstattung der Kurden und der US-Armee als Lügen entlarvt werden.

Bereits zum sechsten Mal ist Fotojournalist John Cantlie in einem Video der Terrormiliz “Islamischer Staat” zu sehen. Der 2012 in Syrien entführte Brite wird immer wieder von den Dschihadisten gezwungen in professionel produzierten Auftritten das Bild der IS in der Weltöffentlichkeit anders darzustellen, als es aktuelle Berichte von Kurden, der US-Armee oder aus dem Weißen Haus derzeit abbilden.

IS-Video mit Journalist John Cantlie: Geisel berichtet über Kobane

Im neuesten Video der IS berichtet John Cantlie über den Kampf rund um die Stadt Kobane, die sich laut den Aufzeichnungen fast vollständig in der Hand der IS befinden soll. Entsprechende Berichte des westlichen Medien, wonach die Stadt weiterhin stark umkämpft ist, sind grundlegend falsch. Die US-Luftangriffe hätten bislang lediglich bewirkt, dass die IS keine schwere Waffen hat einsetzen könnte, weshalb man die Stadt im Häuserkampf erobere. Zur Legitimation der eigenen Berichte gibt es eine Luftaufnahme der Stadt, die allerdings laut ersten Analysen aus der Zeit vor den Kämpfen stammen soll.

Wie genau der aktuelle Stand in Kobane wirklich ist, lässt sich nur schwer ermitteln. Fakt ist aber, dass der Widerstand der Kurden noch nicht gebrochen und IS es noch nicht gelungen ist, die Stadt zu erobern. Die US-Luftangriffe auf die Stellungen der IS sollen den Kampf der Kurden unterstützen.

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