Maybrit Illner im ZDF: Thüringer Wendehälse mit Bernd Lucke, Markus Söder und Yasmin Fahimi

23. Oktober 2014 - 20:58 - 1 Kommentar

Maybrit Illner im ZDF

Die Konsequenz aus den Landtagswahlen in Thüringen 2014 könnte erstmals eine Rot-Rot-Grüne Landesregierung mit einem Parteichef der Linken sein. Maybrit Illner hat deshalb zum Thema “Thüringer Wendehälse – Tabubruch für die Macht?” interessante Gäste eingeladen. Dietmar Bartsch (Die Linke), Yasmin Fahimi (SPD), Werner Schulz (Bündnis ’90/Die Grünen), Markus Söder (CSU) und Bernd Lucke (AfD) diskutieren die aktuelle Situation in Thüringen.

Ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt, wo man das Jubiläum zum 25. Jahrestag des Mauerfalls fast überalle in Deutschland zelebriert, zeichnet sich ab, dass Bodo Ramelow erster Linker Ministerpräsident eines Landes werden wird. Die Konsequenzen der Landtagswahlen in Thüringen 2014 sind überraschend, aber auch politisch kühl kalkuliert. Eigentlich war Christine Lieberknecht mit ihrer CDU die Gewinnerin der Wahl gewesen, aber durch die historische Schwäche der SPD, dem bisherigen Koalitionspartner, dem Fehlen der FDP und vor allem dem Einzug der Alternative für Deutschland ins Parlament, wurde die CDU ins zweite Glied gedrängt. Nun deutet alles darauf hin, als wenn die Linke, die SPD und die Grünen die neue Regierung stellen werden.

Maybrit Illner im ZDF mit Bernd Lucke, Markus Söder und Yasmin Fahimi

Dies birgt natürlich eine gewisse politische Brisanz, schließlich könnte dies 25 Jahre nach dem Mauerfall das falsche Zeichen sein. Zudem könnte dieses Modell auch Signalwirkungen auf Bundesebene haben, auch wenn man dies bislang vor allem von Seiten des SPD kategorisch ausgeschlossen hat. Maybrit Illner hat dazu die heutigen Talkrunde unter dem Motto “Thüringer Wendehälse – Tabubruch für die Macht?” ins Leben gerufen. Diskutieren werden dabei unter anderem Yasmin Fahimi (SPD), die am vergangenen Wochenende mit einem Aufruf zu einem Bündnis gegen die AfD für Aufsehen gesorgt hatte, Dietmar Bartsch, stellvertretener Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag, Werner Schulz (Bündnis ’90/Die Grünen), Markus Söder (CSU), Finanzminister in Bayern und Bernd Lucke, der Parteivorsitzende der Alternative für Deutschland.

Maybrit Illner wird ab 22.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

Foto: ZDF / Svea Pietschmann

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Kommentare zu Maybrit Illner im ZDF: Thüringer Wendehälse mit Bernd Lucke, Markus Söder und Yasmin Fahimi

Zu diesem Beitrag gibt es 1 Kommentar.

von Heidi Hegner am 23. Oktober 2014 - 23:33 Uhr

Es ist nicht zu ertragen wie Menschen, dei nicht in Thüringen leben müssen über uns diskutieren. Wir haben im September gewählt – das heißt fast die Hälfte der Bevölkerung nicht. Uns wurde erklärt, dies lag am Wetter. Allerdings war der Denkmaltag am gleichen Tag angeblich ein Erfolg. Ich quäle mich auch zur Wahl, da wir seit der Wende absolut schwarzes Gebiet sind. Seither sind wir das Land mit den Ministerpräsidenten mit besonderem Geltungsdrang. Da war zum Beispiel dieser Lehrer, der erst durch das Gutenbergmassaker darauf hingewiesen werden mußte, daß es junge Menschen gab, die nach dem Besuch des Gymnasiums mit einem Hauptschulabschluß abgespeißt wurden. Ich betrauere nicht nur die Opfer dieser Verzweiflungstat, sondern auch diesen Attentäter selbst. Er war genauso ein Opfer dieser idiotischen CDU-Bildungspolitik. Frau Lieberknecht dränkt bei jeder Möglichkeit ans Mikrofon, preißt die Thüringer Erfolge. Wir sind echt einsame Spitze – kein Arbeitgeber muß so wenig zahlen wie in Thüringen. Blöd nur, ich bin Arbeitnehmer, bin zum Glück vollbeschäftigt – verdiene aber trotz Studium und Staatsexamen nicht wesentlich mehr als den Mindestlohn.
Warum fragt man uns Thüringer nicht einfach nochmal, welche Koalition uns gefällt.
Demokratie heißt doch Herrschaft des Volkes – wieso haben wir heute Demokratie?
Mein Empfinden ist ein anderes! Ich hoffe nach den vielen Jahren schwarzer Arroganz auf eine Wende. Laßt doch die anderen mal zeigen, ob sie es besser machen. Frau Illner ist eine Persönlichkeit, die ihre Karriere in einem für sie stabilem System erlebte. Sie ist absolut voreingenommen und versucht ihre Meinung verbohrt durchzusetzen. Ich glaube ohne die Erfahrung der Wende wäre ich auch eine solche schwarz- weiß denkend Person. Ich wünsche Frau Illner nicht, daß sie die gleiche Erfahrung machen muß, daß alles Erreichte nicht mehr zählt, die Welt total aus den Angeln gehoben wird. Solange Frau Illner in ihrem Beruf keine Neutralität bewahrt, uns Thüringer als Extremisten hinstellt, sollte sie nicht im Fernsehen präsent sein. Ich bezahle ihre minderwertige Arbeit mit meinem schwerverdienten Geld.

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