Thüringen: Bodo Ramelow hofft auf Rot-Rot-Grün ohne AfD-Stimmen

28. September 2014 - 07:42 - keine Kommentare

Bodo Ramelow

In einem Interview mit dem Online-Portal “welt.de” hat Bodo Ramelow noch einmal seine Ambitionen unterstrichen als erster Ministerpräsident der Linken das Land Thüringen regieren zu wollen. Auch wenn Rot-Rot-Grün mit nur einer Stimme Mehrheit auskommen müsste, würde er auf die Stimmen der Alternative für Deutschland verzichten.

Die Bildung einer neuen Regierung in Thüringen könnte noch zu einem spannenden Szenario werden. Die SPD, eigentlich großer Verlierer der Wahl, befindet sich aktuell in der Rolle als “Königsmacher”. Dabei gibt es zwei Konstellationen: Eine Koalition aus CDU und SPD beziehungsweise eine Regierung aus Linke, Grüne und SPD. Beide Varianten hätten zur Folge, dass man nur mit einer Stimme Mehrheit regieren würde. Für politische Stabilität wäre damit kaum gesorgt und so scheint der Ausgang vollkommen offen zu sein.

Thüringen: Bodo Ramelow hofft auf Rot-Rot-Grün ohne AfD-Stimmen

Bodo Ramelow als Vorsitzender und Spitzenkandidat der Linken in Thüringen hat damit immer noch die realistische Chance Geschichte zu schreiben. Er könnte als erster Politiker der Linken ein Bundesland regieren, wenn sich seine Partei mit den Grünen und der SPD auf die Bildung einer Regierung verständigen kann. In einem Interview mit dem Online-Portal “welt.de” hat Bodo Ramelow seine Ambitionen dahingehend unterstrichen. Die aufkommende Diskussion, dass eine Regierung der Linken 25 Jahre nach dem Mauerfall kritisch zu betrachten sein, begegnet Ramelow mit einer diffrenzierten Betrachtung der Historie. Auch wenn ein Abgeordneter eine Vergangenheit in einer führenden Position in der DDR inne hatte, müsste man sein Aufgabengebiet genauer unter Lupe nehmen. Dies sei geschehen und deshalb stehe Ramelow zu seiner Fraktion.

Ein anderer Punkt ist das offenherzige Angebot der Alternative für Deutschland für eine rot-rot-grüne Regierung zu stimmen. Darauf würde Ramelow vorbehaltlos verzichten: “Das war kein Kompliment, sondern ein vergifteter Gruß. Herr Höcke von der AfD würde mich unter Umständen wählen, wenn ich vorher ein Gespräch mit ihm führe. Ich lege auf Stimmen von ihm und der AfD aber keinen Wert. Ein Gespräch wird es nicht geben.”

Bild:Bodo Ramelow – Linke von blue-news.org, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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