Schottland-Referendum: Ergebnis mit einer Mehrheit gegen die Abspaltung

19. September 2014 - 08:03 - keine Kommentare

Schottland Referendum

Gestern haben die Schotten über eine Unabhängigkeit des Landes abgestimmt und trotz aller Hoffnungen beziehungsweise Anstrengungen votierten die meisten Stimmberechtigten für einen Verbleib Schottlands und eine gemeinsame Zukunft mit Großbritannien. Die  stellvertretende Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon hat die Niederlage der Befürworter bereits am frühen Morgen eingestanden und zeigte sich dementsprechend enttäuscht.

Wäre die Abstimung über die Unbahängigkeit Schottlands bereits Anfang August gewesen, hätte sich die britische Regierung um Premierminister David Cameron keine Sorgen hätten machen müssen. In den damaligen Umfragen gaben die meisten Schotten an einen Verbleib des Landes wäre die bessere Option. Je näher jedoch der 18. September 2014 rücken sollte, um so knapper fielen die Wahlumfragen aus. Manche hatten wenige Tage vor der Abstimmung die Befürworter eines unabhängigen Schottlands sogar vorn gesehen und plötzlich war man in London bereit weitere Zugeständnisse zu machen. Eine Abspaltung Schottlands hätte möglicherweise auch für anderen Regionen wie Wales ein Zeichen hätte sein können.

Schottland-Referendum: Ergebnis mit einer Mehrheit gegen die Abspaltung

Allerdings sollte es am Ende nicht reichen für ein unabhängiges Schottland. Bereits nach der Hälfte der Auszählung war klar, dass es Alistair Darling und seinen Mitstreitern nicht gelungen war die Schotten für ihre Sache zu begeistern. 54 Prozent stimmten letztenendlich für einen Verbleib Schottlands und eine gemeinsame Zukunft mit Großbritannien. Die  stellvertretende Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon hat die Niederlage der Befürworter bereits am frühen Morgen eingestanden und zeigte sich dementsprechend enttäuscht.

Zwar hatten man in Metropolen wie Glasgow eine Mehrheit für die Abspaltung, aber abseits der großen wirtschaftlichen Zentren herrschte letztendlich zu viel Skepsis, ob ein unabhängiges Schottland wirklich existieren könnte. Auch nach 307 Jahren der gemeinsamen Geschichte findet diese in der ursprünglichen Form ihre Forsetzung.

Bild:Schottland-Referendum von Kim K., CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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