Sanktionen gegen Russland: Anleihen von Rosneft, Transneft und Gazprom dürfen nicht mehr gehandelt werden

12. September 2014 - 09:30 - keine Kommentare

Gazprom

Trotz des aktuellen Waffenstillstands zwischen den Separatisten und der Ukraine werden ab dem heutigen Freitag die Sanktionen gegen Russland ausgeweitet. Neben den USA hat auch die EU weitere Maßnahmen ergriffen, um Russland durch Wirtschaftsanktionen zum Umdenken zu bewegen. Unter anderem dürfen Anleihen der Energiekonzerne Rosneft, Transneft und Gazprom nicht mehr in der EU gehandelt werden.

Der brüchtige Waffenstillstand in der Ukraine ist erst der Anfang, um den militärischen Konflikt aus der Welt zu räumen. Da sich aber in den vergangenen Tagen keine Lösung auf diplomatischer Basis abgezeichnet hat, greifen die USA und die EU nun doch zu weiteren Maßnahmen, um Russland zum Einlenken zu bewegen. Hintergrund ist der Umstand, dass Russland nach Meinung der zahlreicher Experten die Separatisten in der Ukraine militärisch unterstützt und so einen Beitrag zu den Auseinandersetzungen leistet. Die Regierung in Moskau bestreitet ein solches Handeln.

Anleihen von Rosneft, Transneft und Gazprom dürfen nicht mehr gehandelt werden

Bereits am Montag hatten sich die Mitgliedsstaaten der EU auf weitere Sanktionen gegen Russland verständigt, diese aber vorerst ausgesetzt. Ab dem heutigen Freitag tritt das neue Sanktionspaket in Kraft und trifft vor allem die prominenten Energiekonzerne des Landes. Unter anderem dürfen Anleihen von Rosneft, Transneft und Gazprom nicht mehr in der Eu gehandelt werden, womit die Unternehmen von der Geldbeschaffung in Europa vorerst abgeschnitten werden. Desweiteren betreffen die Sanktionen Firmen zur Herstellung von Flugzeugen, Hubschraubern und Panzern. Außerdem geht die EU auch gegen 24 Einzelpersonen vor, deren Einreise in die EU beschränkt wird und die mit Kontosperrungen belegt worden sind.

Russland hat im Gegenzug ebenfalls Sanktionen angekündigt, unter anderem eine verringerte Gaslieferung in die EU, die an einigen Stellen bereits spürbar sein soll.

Bild:Gazprom von Thawt Hafthje, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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