Russland droht mit reduzierten Gaslieferungen bei Reexporten in die Ukraine

9. September 2014 - 09:27 - keine Kommentare

Die Ukraine-Krise hatte auch eine Einstellung der Gaslieferungen Russlands zur Folge, weil man sich trotz aller Vermittlungsangebote auf keinen Preis einigen konnte. Angesichts des bevorstehenden Winters wächst der Druck auf eine Einigung, allerdings droht Russland die Exporte nach Europa zu verringern, sollte man eine Versorgung der Ukraine mittels Reimporte anstreben.

Die ersten Anzeichen eines möglichen Friedens in der Ukraine sind ein positiver Ansatz für Europa, allerdings scheint es noch ein steiniger Weg bis dahin zu sein. Aber nicht nur die militärischen Aktivitäten in der Ukraine dürften in den kommenden Wochen und Monaten thematisiert werden, denn vor dem anstehenden Winter droht dem Land eine erhebliche Energieversorgungslücke durch die fehlenden Gaslieferungen aus Russland. Schon vor den kriegerischen Auseinandersetzungen der vergangenen Wochen hatten sich die Ukraine und Russland nicht auf neue Gaslieferungen verständigen können. Selbst ein Vermittlungsvorschlag von Seiten der EU wurde in Moskau abgelehnt.

Russland droht mit reduzierten Gaslieferungen bei Reexporten in die Ukraine

Sollte man sich auch in den nächsten Wochen bei entsprechenden Verhandlungen nicht einigen können, droht der Ukraine ein harter Winter. In diesem Zusammenhang droht Russland den Ländern in Europa im Falle von Reexporten in die Ukraine die Gaslieferungen deutlich zu reduzieren. In diesem Fall könnte das wirtschaftlich schwer angeschlagene Land nicht von anderen Nationen versorgt werden. Selbst der Neubau der Vojany-Pipeline in der Slowakei, der noch im September fertiggestellt wird, könnte nur 10 Prozent des Energiebedarfs der Ukraine abdecken.

Bild:Pipeline von mmmavocado, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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