Bauernverband kritisiert Aldi für Preispolitik nach Russland-Sanktionen

4. September 2014 - 09:34 - keine Kommentare

Die Bauern stehen nach den Sanktionen gegen Russland in diesem Jahr besonders unter Preisdruck. Ausgerechnet in dieser schwierigen Situation senkt der Discounter Aldi seine Preise für Butter und zwingt die Konkurrenz zum Nachziehen. Der Bauernverband kritisierte das Vorgehen des Lebensmittelhändlers.

Bereits vor mehreren Wochen hatte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) die Bürger hierzulande aufgerufen die Bauern in Deutschland mit dem Kauf von heimischen Produkten zu unterstützen, um die Sanktionen gegen Russland abzumildern. Mit dem verbotenen Import von ausländischen Lebensmitteln hatte Russland auf die Maßnahmen der EU reagiert und damit die Landwirtschaft von Deutschland beziehungsweise zahlreichen Nachbarländern empfindlich getroffen.

Bauernverband kritisiert Aldi für Preispolitik nach Russland-Sanktionen

Nun könnte sich die wirtschaftliche Lage einiger Bauern weiter verschlimmern, denn der Discounter Aldi hat für die Preise für 250 Gramm Butter von 99 auf 85 Cent gesenkt und damit auch die Konkurrenz unter Druck gesetzt. Diese reagiert wie erwartet ebenfalls mit Preissenkungen. Der Bauernverband kritisierte das Vorgehen des Lebensmittelhändlers. Der Preisdruck auf die Bauern sei immens und führe zu einer weiteren Verunsicherung des Marktes. Dort waren die Preise für Obst und Gemüse in den vergangenen Wochen deutlich gefallen, weil auch viele Händler aus dem Osten ihre Waren jetzt in Deutschland unterbringen wollen, nach dem der Markt in Russland weggefallen ist.

Bild: Aldi von ell brown, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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