Die Suche nach den verlorenen Söhnen: ZDFzeit-Dokumentation

26. August 2014 - 19:05 - keine Kommentare

Die Suche nach den verlorenen Söhnen

Zum 100sten Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs zeigt die ZDFzeit-Reihe „Die Suche nach den verlorenen Söhnen“: Bislang unbeachtete Aufnahmen und Geschichten rekonstruieren die Erlebnisse eines Regiments über den gesamten Kriegsverlauf und verbinden sie mit einem erstaunlichen Fund im Elsass.

„Die Suche nach den verlorenen Söhnen“ beginnt in Wesel und Kleve: Hier war zu Beginn des Ersten Weltkrieges das Regiment Nummer 56 stationiert, das aus etwa 3.000 Männern der rheinisch-westfälischen Umgegend bestand als sie an die Front ausrückten – zum größten Teil waren sie Bauern oder im Bergbau tätig – und nur noch 28 Soldaten umfasste als der Krieg endete. In den Stadtarchiven fand Dokumentarfilmer Alexander Berkel Glasplattenfotografien, Berichte und Papiere, die den gesamten Verlauf des Großen Krieges in ungeahnter Eindringlichkeit und erstaunlicher Dichte nachvollziehen lassen. Von den ersten „Hurra“-Rufen über den Alltag im Schützengraben und das erbärmliche Sterben im Niemandsland bis zur Ernüchterung am letzten Kampftag.

Die Suche nach den verlorenen Söhnen im Rahmen der ZDFzeit Reihe

Die überraschende Sammlung an Unterlagen ist nur durch einen Zufall erhalten geblieben: Kleve und Wesel gehörten zu Preußen, die Militärpapiere hätten nach Potsdam überführt werden müssen – dort ist das Archiv 1945 bei einem Bombenangriff abgebrannt. Dennoch sind die persönlichen Berichte, die Fotoalben und die offiziellen Schreiben im Stadtarchiv bislang wenig beachtet worden. Für „Die Suche nach den verlorenen Söhnen“ konnten die Recherchen durch sie eine nahtlose Aufstellung der Ereignisse zwischen 1914 und 1918 rekonstruieren.

Im Elsass wurde derweil ein anderer Fund gemacht, der ebenfalls überraschend und erschreckend zugleich war: 21 deutsche Soldaten wurden dort in einem Stollensystem verschüttet und konnten erst vor kurzem geborgen werden. Archäologen konnten nicht nur herausfinden, um wen es sich bei den Toten handelte, sondern auch aufgrund der Funde in der Nähe ihre letzten Tage und Stunden nachstellen.

100 Jahre Erster Weltkrieg: Erstaunliche archäologische Funde

Und was vielleicht noch wichtiger ist: Durch den archäologischen Fund konnten Familien nun nach beinahe 100 Jahren erfahren, was aus ihren Verwandten wurde. Annette von der Heyde hat einige der Nachfahren getroffen, deren Familiengeschichte nun etwas mehr Gewissheit aufweist, und auch mit den Angehörigen des Regiments Nr. 56 gesprochen.

„Die Suche nach den verlorenen Söhnen“ aus der ZDFzeit-Doku-Reihe von Alexander Berkel und Annette von der Heyde wird am Dienstag, den 26. August 2014 um 20.15 Uhr zu sehen sein.

Bild: ZDF / Johannes Hebing / Stadtarchiv Kleve

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