GfK stellt Konsumklima vor: persönliche Einkommenserwartung steigt

26. Juni 2012 - 11:40 - keine Kommentare

Die GfK hat das Konsumklima für den Juni 2012 vorgestellt. Bei einer stabilen Entwicklung der gesamten Werte fallen die persönlichen Erwartungen an das eigene Einkommen und die Kaufneigung besonders positiv auf, während die Einschätzung der Konjunktur sinkt.

Das Marktforschungsunternehmen GfK ermittelt seit 1980 durch Befragung deutscher Verbraucher deren Eindrücke und Erwartungen zu den Entwicklungen der Konjunktur, der Wirtschaft und der persönlichen Kaufgewohnheiten. Für das nun entstandene Konsumklima für Juni 2012, mit Ausblicken auf den Folgemonat, konnten, gemäß den Indikatoren und in Punkten angegeben, stabile Gesamtwerte festgehalten werden.

Konsumklima der GfK: Marktforschungsunternehmen befragt 2000 Konsumenten

Die über 2.000 befragten Konsumenten sprachen sich in der Konsumklima-Studie besonders auf der persönlichen Ebene positiv aus. Die Erwartungen an das eigene Einkommen und die damit verbundene Kaufkraft konnte auf 40,1 Punkte steigen, als mögliche Gründe hierfür wurden sinkende Arbeitslosenzahlen, geringerer Druck durch die Inflation und gute Abschlüsse bei Tarifverhandlungen von der GfK genannt.

Diese Einschätzung der eigenen Einkommenserwartung läuft der Sicht auf die Konjunktur etwas entgegen. In diesem Bereich werden deutsche Verbraucher von internationalen Debatten um die wirtschaftlichen Probleme einiger europäischer Länder und besonders Deutschlands Umgang damit negativ beeinflusst, wodurch der Wert hier um mehr als 16 Punkt im Vergleich zum Vormonat gesunken ist. Mit lediglich 3 Punkten ist die Konjunkturerwartung auf dem niedrigsten Stand seit dem letzten Dezember. In den ermittelten Werten für die Anschaffungsneigung der deutschen Verbraucher konnte die GfK wiederum feststellen, dass diese leicht zugelegt hat. Die Finanzkrise sowie steigende Beschäftigungszahlen werden als Grund für geringes Sparverhalten angeführt.

Konjunkturerwartung auf niedrigem Niveau bei hoher Einkommenserwartung

Aus diesen Aspekten schließt die GfK in der Gesamtübersicht eine stabile Entwicklung des Konsumklimas für Juni 2012 und auch die Ausblicke auf den Juli scheinen sich mit den nun gewonnenen Erkenntnissen größtenteils zu decken. Auch hinsichtlich anderer europaweiter Probleme ermittelte die Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung für die deutschen Verbraucher einen sorgenfreieren Blick. In der „Challenges of Europe 2012“ Studie seien die Werte im Vergleich zu den vorherigen Befragungsjahren gesunken, auch wenn Deutschland zusammen mit Frankreich den ersten Platz der europäischen Nationen einnimmt, die sich am meisten Sorgen um die zukünftlichen Entwicklungen machen.

Bild:Einkommen von Gunnar Wrobel, CC BY – bearbeitet von borlife

 
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