Ebola-Ausbreitung in Liberia soll durch Quarantäne verhindert werden

21. August 2014 - 09:07 - keine Kommentare

Ebola

Die Regierung des afrikanischen Staates Liberia greift zu drastischen Maßnahmen, um eine weitere Verbreitung der Ebola-Epidemie zu vermeiden. Demnach werden die Elendsviertel der Hauptstadt Monrovia unter Quarantäne gestellt und die Armee ist angehalten, dieses Vorgehen notfalls mit scharfer Munition zu unterstützen.

Die Ebola-Ausbreitung hat man zunächst weltweit deutlich unterschätzt. Inzwischen wurde von der WHO die Epidemie zum internationalen Gesundheitsnotfall ausgerufen und der Versuch einer Eindämmung unternommen. Da allerdings neben dem Ausgangsland Guinea auch Liberia und Sierra Leone sowie teilweise Nigeria betroffen sind, konnte eine rasante Ausbreitung des Ebola-Virus nicht verhindert werden. Besonders betroffen ist dabei Liberia, das schon weit mehr als 500 Todesopfer zu beklagen hat.

Ebola-Ausbreitung in Liberia soll durch Quarantäne verhindert werden

Die Regierung um Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf gerät allmählich erheblich unter Druck, weil auch die wirtschaftlichen Folgen für das Land dramatisch sind. Lebensmittel und Benzin werden knapp, da sich viele Reedereien und Fluggesellschaften weigern, das Land weiterhin anzusteuern. In einer ersten Reaktion wurde jetzt in der Hauptstadt Monrovia eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, zudem wurde das Elendsviertel West Point von der Armee konsequent abgeriegelt und unter Quarantäne gestellt. Barrikaden aus Tischen, Stühlen und Stacheldraht sollen verhindern, das Einwohner des Viertels in andere Regionen der Hauptstadt gelangen können, zudem sind die Sicherheitskräfte angehalten, die Maßnahmen notfalls mit scharfer Munition durchzusetzen.

Bild:Ebola von EU Humanitarian Aid and Civil Protection, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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