Leichtathletik-EM 2014: Deutsche Sprintstaffel mit Chance auf Gold

17. August 2014 - 12:09 - keine Kommentare

Bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Zürich konnten die Athleten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) bisher nur streckenweise überzeugen. Am Sonntag stehen die letzten Wettkämpfe der Großveranstaltung an. Dabei ruhen viele Hoffnungen auf der deutschen Sprintstaffel.

Mit zwei Goldmedaillen und drei Bronzemedaillen liegt Deutschland vor dem letzten Wettkampftag bei der Europameisterschaft in Zürich im Medaillenspiegel lediglich auf Platz sieben. Dabei war das Ziel des DLV eine Platzierung unter den ersten drei Nationen, doch noch stehen viele Kämpfe um Medaillen aus. Große Chancen auf den Titel besitzt Christina Schwanitz beim Kugelstoßen, aber auch die Männer-Sprintstaffel konnte vor dem Finallauf überzeugen und gilt als heißer Kandidat auf den obersten Platz auf dem Treppchen.

Sprintstaffel zum Abschluss der EM

Um 17:05 Uhr wird das Finale bei den 4 x 100-Metern der Herren ausgetragen. Das Quartett bestehend aus dem deutschen Rekordhalter Julian Reus, dem EM-Fünften Lucas Jakubczyk sowie Sven Knipphals und Alexander Kosenkow gilt dabei als Topfavorit auf den Titel. Mit 38,15 Sekunden konnten die DLV-Athleten die beste Zeit in allen Vorläufen aufstellen und verpassten den deutschen Rekord um lediglich etwas mehr als eine Zehntelsekunde. Dabei lief das Quartett noch mit angezogener Handbremse und untermauerte so seine hohen Ambitionen.

Vor zwei Jahren in Helsinki hatte die Niederlande die Goldmedaille vor Deutschland gewonnen. Allerdings waren damals die Briten nicht in das Finale gekommen, die in diesem Jahr die härteste Konkurrenz für die DLV-Athleten sein dürften. Im Vorlauf stellten sie nach Deutschland die beste Zeit auf, schonten dabei aber noch die neuen Europameister Adam Gemili und James Dasaolu, die über 200 beziehungsweise 100 Meter erfolgreich waren. So wird ein spannendes Finale bei den Herren erwartet, wobei das Mindestziel Deutschlands das Erreichen eines der ersten drei Plätze ist.

Schwanitz Topfavoritin beim Kugelstoßen

Bereits um 15 Uhr startet das Finale beim Kugelstoß der Frauen. Mit Christina Schwanitz kommt auch in diesem Wettbewerb eine der Topfavoritinnen aus Deutschland. Die 28-Jährige kam im Gegensatz zu vielen anderen Athleten auch mit den schweren Bedingungen, in Zürich kommt es bei kühlen Temperaturen immer wieder zu Dauerregen, zurecht und absolvierte eine erfolgreiche Qualifikation. Auch über die 3000 Meter Hindernis könnten deutsche Athletinnen jubeln. Um 16:08 Uhr gehen mit Antje Möldner-Schmidt und Felicitas Gesa Krause zwei Läuferinnen an den Start, die sich zuletzt in herausragender Form befanden.

Von 14:45 Uhr bis 18 Uhr überträgt das ZDF die letzten Wettbewerbe im Kampf um Medaillen bei der Leichtathletik-Europameisterschaft 2014 in Zürich live. Außerdem wird unter zdfsport.de ein kostenfreier Livestream zur Verfügung gestellt.

Bild: Sprintstaffel der Herren von Rega Photography, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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