Französische Filmtage in Hamburg

14. August 2014 - 13:41 - keine Kommentare

Das Metropolis in Hamburg will auch in diesem Jahr die Kinokultur Frankreichs in Deutschland fördern: Zum siebenten Mal werden bei den „Französischen Filmtagen“ 15 Filme aus dem Nachbarland vorgestellt, vielfach mit Untertiteln und größtenteils noch nie im Kino präsentiert.

Die „Französischen Filmtage“ in Hamburg erinnern an eine Zeit, in der Filme aus Frankreich auch in Deutschland zu den großen Erfolgen in den Programmkinos gehörten: Die Nouvelle Vague hat das junge und intellektuelle Publikum angesprochen, Louis de Funès und Pierre Richard ließen kein Auge trocken und Alain Delon und Jean-Paul Belmondo waren die Action-Stars jener Tage – lange Zeit galten die Filme aus dem Nachbarland jedoch bei vielen Kinogängern als verkopft, langweilig, zu künstlerisch und zu gekünstelt. Seit einigen Jahren jedoch haben sich von „Amélie“ über die „Sch’tis“ bis zu den „Ziemlich besten Freunden“ sowohl Komödien als auch Dramen aus Frankreich wieder im Kino etabliert, auch wenn sie noch nicht wieder den Stellenwert von damals erreicht haben.

7. Französische Filmtage: 15 Highlights in 18 Tagen

Dies soll in Hamburg geändert werden: 14 von den 15 bei den „7. Französischen Filmtagen“ gezeigten Werken sind in Deutschland noch nicht auf der großen Leinwand zu sehen gewesen, in einigen Fällen ist die Kinoauswertung auch fraglich. Dennoch spiegeln diese Filme die aktuellen Richtungen des französischen Kinos wieder, eine kulturelle Einrichtung, die im Alltag, in der Gesellschaft und auch in der Politik deutlich größere Wertschätzung genießt als hierzulande.

Beim „7ième cycle du Cinémafrançais“ werden in Hamburg unterschiedliche Genres bedient, die Betonung liegt jedoch im Bereich „Polar français“, dem Krimi aus Frankreich: L’Amourestuncrimeparfait“ mit Mathieu Amalric und Karin Viard, der am 14.08. das Filmfest einleitet, verbindet ironische Sozialbeobachtungen mit einem Kriminalfall, „Fluchtpunkt Nizza/Anthony Zimmer“ am 15.08. mit Yvan Attal und Sophie Marceau stammt derweil schon aus dem Jahr 2005 und ist ein rasanter Actionthriller, der als Vorlage für „The Tourist“ mit Angelina Jolie und Johnny Depp fungierte.

Am gleichen Tag läuft in der „Werkschau Yvan Attal“ auch „Lösegeld/Rapt“ als Original mit Untertiteln. Albtraumhaft wird es dann in „Black Heaven/L’Autre Monde“ am Samstag und spannend mit „Nacht der Vergeltung/Nuitblanche“. Am Sonntag laufen die beiden Filme „R.I.F. – Ich werde dich finden/R.I.F. – Recherche dansl‘intérêt des familles“ und „Der Fremde am See/L’Inconnu du lac“.

Metropolis Kino in Hamburg zeigt Filme aus Frankreich

Im weiteren Verlauf der „7. Französischen Filmtage“ werden „38 Zeugen/38 témoins“, „Arrest Me!/Arrêtez-moi!“, „Jump Around/Lascars“, „Letzte Vorstellung/DernièreSéance“, „Paris underwatch/Auxyeux de tous“, „The French Job“ und „Wir sind das Gesetz/Gardiens de l’ordre“ gezeigt.

Karten für die einzelnen Filme während der Vorführungsreihe sind für 7 Euro beim Metropolis Kino am U-Bahnhof Stephansplatz in Hamburg zu bekommen und können auch vorbestellt werden. Die Beiträge zu den „7. Französischen Filmtagen“ laufen vom 14. bis zum 31. August 2014 (mit Ausnahme des 27ten) täglich zu unterschiedlichen Uhrzeiten.

Bild:Hamburg Stephansplatz von oxfordian.world, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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