Erneuerbare Energie von Vattenfall: Offshore-Windpark in der Nordsee geplant

11. August 2014 - 10:33 - keine Kommentare

Gemeinsam mit den Stadtwerken München arbeitet Vattenfall an der Energiegewinnung in der Nordsee: Bis 2017 sollen 72 Windräder für 1,2 Milliarden Euro im Offshore-Windpark „Sandbank“ errichtet werden, um 288 Megawatt Strom zu erzeugen und 400.000 Haushalte mit Erneuerbarer Energie zu versorgen.

Auf 60 Quadratkilometern in der Nordsee sollen die Vattenfall-Windräder des Windparks „Sandbank“ als erstes Projekt seit der Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) errichtet werden, die Stadtwerke München sind mit 49 Prozent daran beteiligt. Wenn die Windkraftanlagen im Jahr 2017 ans Netz angeschlossen werden, soll der Schwester-Windpark „Dan Tysk“, der nur zwei Kilometer entfernt mit 80 Windrädern errichtet wird, bereits seit zwei Jahren in Betrieb sein. Beide Anlagen sollen auf dem technisch neuesten Stand sein und dem Energieerzeuger in mehrerlei Hinsicht zu Fortschritt verhelfen.

Windpark-Anlage „Sandbank“: Vattenfall baut Windpark in der Nordsee

Man habe aus den Fehlern der früheren Offshore-Windparks gelernt, heißt es in Medienberichten, so dass nun der Bau von „Sandbank“ und „Dan Tysk“ auf die gewonnenen Erkenntnisse angepasst werden konnte. Dies soll sich sowohl in der Standfestigkeit der Windräder als auch in ihrer Leistungskraft niederschlagen. Zudem sollen 50 Techniker in einer eigens hierfür geschaffenen, dauerhaften Wohnanlage inmitten der Nordsee, 100 Kilometer vom Festland entfernt, untergebracht werden, um den Bau und den Betrieb zu überwachen.

Auch die Energieproduktion selbst, ihre Kosten und die Gewinne sollen fortschrittlich umgesetzt werden: Laut Gunnar Groebler, Chef der Erneuerbaren Energien bei Vattenfall, sollen zehn bis zwanzig Prozent der Baukosten bei Windparks gespart werden können, während die Energieerträge ausgebaut werden. Dazu müssen laut der Reform des EEG aber auch die Kosten pro Kilowattstunde gesenkt werden, während die Fördergelder zunächst 19 Cent pro Kilowattstunde betragen sollen, sukzessive jedoch vermindert werden.

Offshore-Energie für Bayern: Stadtwerke München halten 49 Prozent

Vattenfall verspricht sich durch das Vorantreiben der Windparks in der Nordsee auch eine Image-Verbesserung, die durch den anhaltenden Braunkohle-Abbau und die damit verbundene Energiebilanz notwendig wird. Die Stadtwerke München hingegen versuchen mit der Investition in die WKA „Sandbank“ die EEG-Auflagen zu erfüllen und gleichzeitig die in Bayern unbeliebten Windräder zu fördern. Auch solle der derzeit 47 Prozent betragene Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Strom der bayerischen Landeshauptstadt bis zum Jahr 2025 mehr als verdoppelt werden.

Der Vattenfall-Offshore-Windpark „Sandbank“ soll in drei Jahren ans Netz angeschlossen werden. 1,2 Milliarden Euro werden zum Bau der Anlage benötigt, die dann 400.000 Haushalte versorgen soll.

Bild: Nordsee von liebeslakritze, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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