UBS: Rekordstrafe für Schweizer Bank nach Beihilfe zur Steuerhinterziehung

29. Juli 2014 - 09:07 - keine Kommentare

Im Rahmen der Veröffentlichung ihrer Quartalszahlen hat die Schweizer Großbank UBS bekannt gegeben, dass man eine Einigung mit der Staatsanwaltschaft Bochum erzielt hat. Um den Streit wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung beizulegen, zahlt die UBS eine Rekordstrafe in Höhe von 300 Millionen Euro.

Trotz der Rekordstrafe in Deutschland kann die größte Schweizer Bank im zweiten Quartal mit hervorragenden Zahlen aufwarten. Nach der strategischen Umstellung vom Investmentbanking zur Vermögensverwaltung für Kunden weist die UBS eine Gewinnsteigerung um 15 Prozent auf 792 Millionen Franken aus. Damit lag das Ergebnis deutlich höher als von Analysten erwartet, hatte die Bank im vergangenen Jahr noch mit zahlreichen Altlasten zu kämpfen.

UBS: Rekordstrafe für Schweizer Bank nach Beihilfe zur Steuerhinterziehung

Mit der Einigung in Deutschland kann die Schweizer Bank nun ein weiteres dunkles Kapitel zu den Akten legen. Der Rechtsstreit war unmittelbar nach dem Kauf einer CD mit belastenden Steuerdaten durch das Bundesland Nordrhein-Westfalen entbrannt, auf der ersichtlich wurde, dass die UBS vermögenden Kunden Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet hatte. Wie Staatsanwaltschaft in Bochum mitteilte, handelt es sich um 750 Stiftungen und 550 Fällen sonstiger Kapitalanlagen. Das gesamte Anlegevolumen soll dabei umgerechnet rund 2,8 Milliarden Euro betragen haben.

Bild:Schweizer Großbank UBS von thetaxhaven , CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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