Alternativen zum Taxi: Studie zeigt großes Bevölkerungs-Interesse an und WunderCar

26. Juli 2014 - 07:32 - keine Kommentare

Taxi

Seit einigen Jahren machen neue Start-Up-Unternehmen den alteingesessenen Taxi-Firmen Konkurrenz: Die Alternativen zum klassischen Taxameter bieten Mitfahrgelegenheiten per App und online an, sind dabei jedoch nicht unumstritten, teilweise verboten und dennoch stoßen sie doch auf Zustimmung, wie jüngst eine Studie zeigte.

Der Bitkom-Verband, der sich für die Rechte von Unternehmen einsetzt, die in der sogenannten digitalen Wirtschaft tätig sind, hat in einer Studie festgestellt, dass immerhin 14 Prozent der Bevölkerung sich vorstellen könnte, Dienste in Anspruch zu nehmen, die in direkter Konkurrenz zu den Taxi-Unternehmen auf deutschen Straßen stehen. Dabei werden Privatwagen über quasi-Mitfahrzentralen gesucht und gebucht, professionelle Chauffeure beauftragt und die Effizienz von Smartphone-Apps genutzt, um schnelle Beförderung zu geringen Preisen zu garantieren – dies stößt nicht eben auf Gegenliebe der herkömmlichen Taxi-Fahrer und –Firmen.

In Hamburg verboten, in einer Studie interessant: Taxi-Alternativen

Die US-Firma „Uber“ und das deutsche Pendant „WunderCar“ wurden unlängst in Hamburg verboten, da sowohl die Wettbewerbssituation als auch die Konformität mit dem Personenbeförderungsgesetz nicht geklärt ist. Als Gegenargumentation gelten die ausgegebenen Konzessionen an Taxi-Unternehmen und festgeschriebene Modalitäten in der Beförderung von Passagieren, die bei den Alternativen so nicht gegeben sind. Weitere schwierige Situationen können auch bezüglich der Fahrpreise, der Überprüfung der Eignung der Fahrer und der Sicherheit der Fahrzeuge entstehen.

Auch weitere Städte, München und Frankfurt etwa, überprüfen momentan, ob die Dienste verboten werden können. In Berlin zumindest wurde schon eine einstweilige Verfügung erwirkt, während es überall in Europa bereits Demonstrationen der Taxifahrer gegen den Konkurrenten gab. Die von Bitkom in Auftrag gegebene, repräsentative Studie hat sich derweil die andere Seite angesehen und kommt zu dem Schluss, dass mit 10 Millionen potentieller Kunden 14 Prozent der gesamten Bevölkerung durchaus ein Interesse daran hat, Taxi-Alternativen zu nutzen. 4 Prozent der Befragten in den Großstädten konnten sich auch vorstellen, selbst als Fahrer diese Dienste anzubieten.

Bitkom Studie zu Uber und WunderCar

Die Studie wurde in Städten mit Einwohnerzahlen von über 500.000 Bewohnern durchgeführt. Dabei ermittelte der Verband, dass 13 Prozent bereits „Uber“ oder „WunderCar“ in Anspruch genommen haben, 12 Prozent sich dies zumindest vorstellen können. Vier Prozent der Bundesbürger seien hingegen noch unentschlossen in Bezug auf die Taxi-Alternativen.

Bitkom-Vizepräsident Ulrich Dietz sprach sich dafür aus, die neuen Geschäftsmodelle nicht zu verbieten, sondern stattdessen für Rechtsschutz zu sorgen. Neue Konzepte zur Mobilität gerade in den Metropolen würden seiner Meinung nach nicht die traditionsreichen Angebote zunichtemachen. Vielmehr würden Busse, Bahnen und eben auch Taxis durch Start-Up-Unternehmen mit flexiblen Modellen die Angebote ergänzen.

Bild: Taxi von zak mc, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
VN:F [1.9.18_1163]
0.0 / 5.0 - 0 Bewertungen
 
 

Hinterlasse eine Meinung zu: Alternativen zum Taxi: Studie zeigt großes Bevölkerungs-Interesse an und WunderCar

* Pflichtfeld - E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!