Mineralwasser-Qualität: Stiftung Warentest bemängelt Reinheit

24. Juli 2014 - 13:19 - keine Kommentare

Mineralwasser

Die Stiftung Warentest hat sich mit Mineralwasser auseinandergesetzt. Vor allem die Reinheit der Produkte sollte beleuchtet werden: Das Ergebnis zeigt bei einem Drittel der untersuchten Wassersorten Verunreinigungen, Reststoffe und auch Süßstoff, wodurch die Qualität infrage gestellt werden kann.

Die Mineral- und Trinkwasserverordnung ist streng und macht die Eigenschaften und Anforderungen deutlich, die an ein Wasser gestellt werden, damit es sich „Mineralwasser“ nennen darf. Hierzu gehört die amtliche Anerkennung der Quelle, die unterirdisch liegen muss und die vom Grundwasser getrennt ist. Die Stiftung Warentest hat nun 30 jener Sorten geprüft, die diese Merkmale für sich beanspruchen, musste jedoch bei 10 von ihnen etliche Beanstandungen festhalten. So sollen bei diesen Acesulfam-K, ein Süßstoff, nachgewiesen worden sein, und auch Rückstände von Substanzen zur Unkrautvernichtung oder zum Korrosionsschutz sollen enthalten gewesen sein.

Stiftung Warentest prüft Mineralwasser

Dabei handele es sich nicht um gesundheitsschädliche Stoffe, heißt es von den Testern der Stiftung, jedoch um Verunreinigungen, die gegen die beanspruchte Qualität sprächen. Nur sechs der 30 überprüften Sorten konnten ohne Einschränkung empfohlen werden – interessanterweise sind dies gerade die Billig-Wasser von Lidl, Rewe und Kaufland, die für 13 Cent pro Liter zu haben sind. Auch die etwas teureren Vio und Frische Brise Wassersorten konnten sich beim Test hervortun.

Doch auch bei ihnen konnten die Mineralstoffe Kalzium, Magnesium oder Kalium nur in sehr geringen Mengen nachgewiesen werden, so dass der Hauptverkaufspunkt von Mineralwasser nur sehr bedingt gegeben war. Bei sechs Produkten konnten dabei durchaus hohe bis sehr hohe Mineralstoffgehalte ermittelt werden, allerdings warnten die Warentester bei dreien davon vor Keimen – Personen mit einer Immunschwäche und Babys sollten diese Wasser nicht unabgekocht trinken. Eines wurde mit dem Prädikat „mangelhaft“ versehen, da dort zu viel Nickel enthalten war.

Verunreinigungen, Süßstoffe und Keime im Wasser

Prinzipiell sollen die untersuchten Mineralwasser aber auch nicht von jedem gleichermaßen konsumiert werden: Die Stiftung Warentest stellte fest, dass die unterschiedlichen Mineralstoffe sich mehr oder minder gut für Sportler, Babys, Menschen mit Lactose-Intoleranz und andere Zielgruppen eignen. Der Mineralwasser-Test ist im Magazin 08/2014 erschienen.

Ebenso prinzipiell lässt sich sagen, dass in Flaschen abgefülltes Wasser – sei es Mineral-, Tafel- oder Quellwasser – um einiges weniger frisch ist, als jenes aus dem Wasserhahn: Die gekauften Wasser werden abgefüllt, gelagert, quer durch die Republik transportiert, wieder im Supermarkt gelagert, irgendwann gekauft und bis zum Trinken stehengelassen. Dieser Zyklus kann unter Umständen Wochen dauern – Wasser aus dem Hahn wird in Deutschland unter ebenso großen Auflagen bereitgestellt und ist schlimmstenfalls vor einigen Stunden gefördert worden.

Bild:Mineralwasser von Tekke, CC BY – bearbeitet von borlife.

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