Wir wollten aufs Meer bei Arte mit August Diehl und Alexander Fehling

23. Juli 2014 - 19:38 - keine Kommentare

Wir wollten aufs Meer

Mitreißend und emotional, spannend und persönlich erzählt Oscar-Gewinner Toke Constantin Hebbeln in „Wir wollten aufs Meer“ auf Arte vom Freundes-Verrat in der DDR, um sich zu schützen und zur Bereicherung. Und vom Verrat an sich selbst und der eigenen Integrität.

Für „Nimmermeer“ hat Regisseur Toke Constantin Hebbeln den „Honorary Foreign Film Award“ bekommen, den sogenannten Studenten-Oscar. Für seinen ersten langen Spielfilm „Wir wollten aufs Meer“ hat er sich erneut die Weite des Ozeans und die Sehnsucht nach einem anderen Leben als Basis für ein Drama ausgesucht, in dem zwei Freunde in der DDR den gleichen Wunsch hegen und sehr unterschiedliche Entscheidungen treffen, um diesen in Erfüllung gehen zu lassen – Verrat, Intrigen, Stasi-Spitzeleien, Zuchthaus und das bittere Ende einer Freundschaft werden verhandelt, wenn der Film auf Arte gesendet wird.

Wir wollten aufs Meer: Spannendes Freundschafts-Drama in der DDR

Cornelis (Alexander Fehling) und Andreas (August Diehl), genannt Conny und Andy, wollen etwas von der Welt sehen und träumen vom Meer – sie wollen zur Handelsmarine, doch Mitte der Achtziger und inmitten der DDR ist dies kein leichtes Unterfangen. Sie suchen sich Arbeit in Rostock, müssen aber an Land bleiben, wodurch der Wunschtraum über Jahre in unerreichbare Ferne rückt. Doch ihr Vorarbeiter Matthias (Ronald Zehrfeld) plant einen Fluchtversuch und die Stasi wendet sich an Conny und Andy, um Informationen zu beschaffen. Im Gegenzug sollen sie endlich zur Marine kommen können.

In letzter Minute kann sich Cornelis jedoch nicht zum Verrat überwinden und lässt den Deal platzen. Andreas wird von einem Laster angefahren und der Stasi-Oberst Seler (Rolf Hoppe) kann ihn durch eine Drohung davon überzeugen, dass es besser wäre, Conny und Matze zu verraten, wenn er selbst die notwendige Operation überleben möchte. Die beiden werden in ein Zuchthaus bei Cottbus gesperrt und müssen lernen, mit dem Gefängnisalltag zu leben und sich gegenseitig zu vertrauen, während Andy in Freiheit weitere Intrigen spinnt.

Toke Constantin Hebbelns Spielfilmdebüt auf Arte

„Wir wollten aufs Meer“ von Toke Constantin Hebbeln erörtert Moral und Freundschaft, persönliche Integrität und Verrat anhand der DDR-Geschichte – hinter der historischen Basis stecken aber auch universale Überlegungen über Pragmatismus im Angesicht von Bedrohungen und unterfüllten Wünschen, über die Gewinnung von Vorteilen auf handfester wie emotionaler Ebene und über persönliche Entwicklungen. Weder der DDR-Alltag noch die Geschichten der Normalbürger sollen hier behandelt werden, vielmehr werden anhand der Charaktere in Ausnahmesituationen Fragen zum totalitären Regime gestellt.

Arte zeigt das Spielfilm-Debüt „Wir wollten aufs Meer“ am Mittwoch, den 23. Juli 2014 um 20.15 Uhr.

 
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