Yahoo-Umsatz: Marissa Mayer nicht zufrieden mit zweitem Quartal

16. Juli 2014 - 10:12 - keine Kommentare

Trotz groß angelegter Kampagnen, neuen Features und Services und der Übernahme vielversprechender Unternehmen muss sich Yahoo-Chefin Marissa Mayer mit sinkenden Einnahmen arrangieren: Im zweiten Quartal 2014 sollen ausbleibende Werbegelder sowohl den Umsatz als auch den Gewinn maßgeblich geschmälert haben.

Social Media Seiten finanzieren sich nach wie vor zu einem Großteil über die dort geschaltete Werbung: Google, Facebook und auch Yahoo sind also  angehalten, Inhalte bereitzustellen, die User begeistern, damit die Werbekunden ihre Anzeigen schalten, in der Hoffnung, ihrerseits Kunden zu genieren – bei Yahoo zumindest scheint dies derzeit nicht gut zu funktionieren. Denn die Quartalszahlen von Mai bis Juli zeigen einen massiven Einbruch bei den gebuchten Grafikanzeigen, die sich auf den Gesamtumsatz und den Gewinn auswirken. Der Umsatz sei auf 1,1 Milliarden US-Dollar gesunken, was Einbußen von vier Prozent entspricht. Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres sei auch der Gewinn 19 Prozent höher ausgefallen und würde in diesem Jahr 270 Millionen Dollar ausmachen.

Yahoo-Chefin Marissa Mayer: Unzufrieden mit Umsatz und Gewinn

Seit Mitte 2012 soll die ehemalige Google-Managerin Marissa Mayer dafür sorgen, dass der ehemalige Internet-Vorreiter und Marktführer Yahoo wieder in altem Glanz erstrahlt: Zu Beginn der New Economy Blase, der Online-Start-Ups und dem Run auf das Internet-Geschäft konnte der Konzern aus Sunnyvale, Kalifornien, sich mit seiner Suchmaschine, seinen Nachrichten, seinen Gruppen und E-Mail-Services weit von der Konkurrenz abheben – und wurde in Windeseile von anderen Konzepten überholt und ausgebotet.

Mayers Aufgabe bestand darin, neue Angebote zu entwickeln, Inhalte zu verbessern, die Ausrichtung von Yahoo dorthin zu bewegen, wo die Kundschaft ist, doch die Quartalszahlen scheinen zu belegen, dass dieses Vorhaben bislang scheitert.

Geringere Werbeeinnahmen lassen Quartalszahlen einbrechen

Erst Anfang dieser Woche wurde darüber gemutmaßt, ob sich Yahoo auch einen weiteren Online-Trend anschließt und wie der Internet-Sender Netflix abgesetzte Fernsehserien nicht nur per Stream anbietet, sondern deren Fortsetzung produziert – Marissa Mayer hat schon im ersten Quartal angekündigt, ihr Unternehmen verstärkt als Medienkonzern zu positionieren.

Bis dahin bleibt jedoch die Finanzierung über Werbebanner und hier konnte Yahoo gleichzeitig eine Zunahme von 24 Prozent bei den Buchungen und einen Abfall von ebenfalls 24 Prozent bei den Preisen feststellen, wodurch sich Mayers Aussage begründen lässt, mit den Quartalszahlen „nicht zufrieden“ zu sein. Noch schlechter hätte es für Yahoo allerdings ausgesehen, wenn im Q2 2014 nicht auch das Geschäft mit der hauseigenen Suchmaschine angezogen hätte.

Bild:Marissa Mayer von TechCrunch50-2008, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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