Flughafen BER: Hartmut Mehdorn erhält weitere 1,1 Milliarden Euro

1. Juli 2014 - 08:36 - keine Kommentare

Der Hauptstadtflughafen BER in Berlin-Schönefeld entwickelt sich immer weiter zum Kostengrab. Flughafenchef Hartmut Mehdorn konnte gestern im Aufsichtsrat seine Forderungen durchsetzen und darf sich über eine weitere Finanzspritze von 1,1 Milliarden Euro freuen.

Für die meisten Berliner ist der Hauptstadtflughafen BER nur noch eine Farce. Im Jahr 2006 begonnen sollte das Prestigeprojekt 2012 eröffnet werden. Auch zwei Jahre nach dem ursprünglichen Eröffnungstermin regiert aus Sicht vieler Bürger das Chaos und die zahlreichen Skandale, baulichen Mängel und nun sogar Korruptionsvorwürfe haben das Vertrauen in die Verantwortlichen nachhaltig erschüttert. So sehr sich Flughafenchef Hartmut Mehdorn auch bemüht, das Millionengrab BER wird Jahre brauchen um ein entsprechend positives Image aufzubauen.

Flughafen BER: Hartmut Mehdorn erhält weitere 1,1 Milliarden Euro

Um dieses ehrgeizige Ziel schaffen zu können, muss man den Flughafen erst einmal in Betrieb nehmen können. Bis zum Ende des Jahres will Mehdorn einen neuen Eröffnungstermin genau beziffern. Laut aktuellen Schätzungen dürfte dies zum Jahreswechsel 2015/16 der Fall sein.

Die Kosten werden bis dato weiterhin steigen. Aktuell konnte sich Mehdorn mit seiner Forderung nach neuen finanziellen Mitteln durchsetzen. In der gestrigen Aufsichtsratssitzung wurden dem Flughafen weitere 1,1 Milliarden Euro gewährt, die vor allem für den Bau, den Schallschutz und einen vorsorglichen Geld-Puffer verwendet werden soll. Desweiteren wurde fünf Millionen Euro freigegeben, um Pläne für eine Erweiterung des Airports in Auftrag zu geben. Mit einem Passagieraufkommen von 27 Millionen jährlich könnte der BER bereits mit seiner Eröffnung zu klein für die Anforderungen der Hauptstadt sein.

Bild: Flughafen BER von CellarDoor85, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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