Kinostarts der Woche mit “W.E” und “Dein Weg”

20. Juni 2012 - 14:17 - keine Kommentare

Dein Weg

Dein Weg

Die Kinostarts der Woche vom 21.06.2012 warten mit Dramen, Horror, einer Komödie und einer persönlichen Reise eines Filmschaffenden und seines Vaters, sowie Madonna im Registuhl. Das große Sommerblockbuster-Kino weicht auch in dieser Woche den kleinen, intensiven Filmen.

Emilio Estevez dreht mit seinem Vater Martin Sheen, Madonna verfilmt die Geschichte von Edward VIII. und seiner im England der 30er Jahre skandalösen Beziehung zu Wallis Simpson. Elisabeth Scharang bringt die Kinofassung eines Theaterstücks über das Ende der Nazizeit in Österreich und „Paranormal Activity“ Regisseur produziert einen Tschernobyl-Horrorfilm. Zu diesen Kinostarts in der Woche vom 21. Juni gesellt sich die Wiedervereinigung von Paul Rudd und Jennifer Aniston, sowie ein deutsches und ein slowenisches Drama.

Kinostarts am 21.06.2012: Historien-Drama von Madonna

Pop-Ikone Madonna hat sich mit „W.E.“ der Liebesgeschichte zwischen dem nur kurzzeitigen englischen König Edward VIII. und der verheirateten Wallis Simpson gewidmet – eine Geschichte, die einen de heftigsten Skandale des Königshaus auslöste. Im Oscar-prämierten „The King’s Speech“ nur kurz angedeutet, wird sie nun vollständig erzählt. Weder in Großbritannien noch in den USA konnte das Historien-Drama der Entertainerin sonderliche Begeisterung auslösen.

Auch der Mutanten-Horror-Film „Chernobyl Diaries“ hat nur wenige positive Kritiken bekommen: Eine Gruppe von amerikanischen Extremtouristen wollen sich die Geisterstadt Pripyat ansehen und stoßen auf Opfer der Strahlungskatastrophe aus den 1980ern. Mit einer eindrucksvollen Kulisse und einer Prämisse, die sich an aktuellen Computerspielen und Klassikern wie „Omega Man“ oder „Stalker“ orientiert, bleibt der leicht an Found Footage Filme erinnernde Horrorschinken hinter den Erwartungen zurück.

Damjan Kozole untersucht in seinem „Call Girl“ die Geschichte einer jungen Studentin in Ljubljana, die sich ihre Ausbildung als Prostituierte verdient. Sie droht an ihrem aus den Fugen geratenen Verhältnis zur eigenen Identität und einem verhängnisvollen Unfall zu zerbrechen. In Markus Buschs Drama „Die Räuberin“ kann eine Schauspielerin ihrer Vergangenheit nicht entfliehen und verstrickt sich in eine Beziehung mit einem dreißig Jahr jüngeren Jungen.

Romantic Comedy mit Jennifer Aniston, spirituelle Reise mit Martin Sheen

Elisabeth Scharang verfilmt unter dem Titel „Vielleicht in einem anderen Leben“ das Theaterstück „Jedem das seine“: KZ-Häftlinge werden auf einem Todesmarsch kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs in eine Scheune gesperrt und nur zögerlich entdecken die Bäuerin und ihr Mann ihre eigene Menschlichkeit wieder, die ihnen durch Ideologie und Krieg abhanden kam.

Jennifer Aniston und Paul Rudd sind aus den harmlosen Romantic Comedies nicht mehr wegzudenken – gerne auch gemeinsam in einem Film. So auch in „Wanderlust – Der Trip ihres Lebens“, indem die beiden in eine Hippie-Kommune stolpern und Regisseur David Wain genug Gelegenheit bekommt, abgedroschene Klischees zu bedienen und Possen zu reißen, die einen Mitteleuropäer nicht hinterm Ofen hervorlocken.

Als Highlight der Kinostart-Woche kann „Dein Weg“ gelten: Emilio Estevez schickt seinen Vater Martin Sheen auf den Jakobsweg. Als Tom Averys Sohn auf dem Pilgerpfad stirbt, beschließt er, sich ebenfalls nach Santiago de Compostela zu begeben. Die Reise bringt ihn mit vielen verschiedenen Personen zusammen und lässt ihn Zwiegespräche mit seinem verstorbenen Sohn führen, bis sein Weg auch zur spirituellen Reise wird.

 
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