WM 2014: Proteste in Brasilien reißen nicht ab

28. Mai 2014 - 09:13 - keine Kommentare

Proteste in Brasilien

Knapp zwei Wochen vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien ist es erneut in Hauptstadt Brasília zu Protesten gekommen. Der Unmut der Demonstranten richtet sich vor allem gegen die hohen Kosten der WM, die sinnvoller Schulen, Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen hätten eingesetzt werden sollen.

Eigentlich soll die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien ein unvergessliches Erlebnis werden, allerdings könnte dieser Schein trügen, denn viele Brasilianer betrachten das Turnier mittlerweile äußerst kritisch. Angesichts der zahlreichen Proteste zuletzt steht der Polizei Schwerstarbeit bevor, um einen reibungslosen Ablauf rund um die Spiele zu gewährleisten.

WM 2014: Proteste in Brasilien reißen nicht ab

Auch am gestrigen Dienstag kam es in der Hauptstadt Brasilia wieder zu Protesten gegen die WM 2014. Knapp 2.000 Demonstranten protestierten gegen die hohen Ausgaben für die Weltmeisterschaft, die angesichts der immensen Mängel in Schulen, Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen nach Meinung vieler Brasilianer eine bessere Verwendung gefunden hätten. Polizei setzte Tränengas ein, um zu verhindern, dass die Demonstranten in Richtung des neuen Stadions Mané Garrincha ziehen. Zuvor hatten diese die zentrale Ost-West-Achse Eixo Monumental besetzt und für ein riesiges Verkehrschaos in Brasilia gesorgt.

Unter den Demonstranten befanden sich auch zahlreiche Ureinwohner und Indianer, die mit Pfeil und Bogen auf die Beamten schossen. Dabei wurde ein Polizei am Bein verletzt. Ein Ende der Proteste ist bislang nicht abzusehen.

Bild:Brasilien von Jordi Barnabeue, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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