DEL-Playoffs: 4:3-Sieg gegen die Kölner Haie – ERC Ingolstadt steht vor Titelgewinn

26. April 2014 - 07:10 - keine Kommentare

Der ERC Ingolstadt hat die Finalserie in den DEL-Playoffs durch den dritten Sieg in Folge gedreht. Bei den Kölner Haien siegte der ERCI mit 4:3 nach Verlängerung und benötigt nun nur noch einen weiteren Sieg, um die Meisterschaft perfekt zu machen.

Der ERC Ingolstadt steht vor einer faustdicken Überraschung. Nach der Vorrunde stand die Mannschaft von Trainer Niklas Sundblad noch auf Platz neun, doch in den Playoffs läuft der Außenseiter zur Höchstform auf. Auf dem Weg in die Finalserie wurde bereits der amtierende Meister, die Eisbären Berlin, sowie die favorisierten Krefeld Pinguine und Hamburg Freezers ausgeschaltet. In der Finalserie lag der ERC bereits mit 2:0 zurück, doch es folgten drei Siege und nun muss lediglich ein weiterer Erfolg her, um den ersten Meistertitel in der Vereinsgeschichte perfekt zu machen.

Ingolstadt dreht verrücktes Spiel

Dabei zeigten sich die Kölner Haie von Beginn an dominant und gingen im ersten Drittel durch Marcel Ohmann und Philip Gogulla folgerichtig mit 2:0 in Führung. Doch wieder einmal kämpften sich die Gäste zurück in die Partie und glichen im zweiten Durchgang dank der Treffer von Robert Sabolic und Thomas Greilinger aus. Allerdings waren es erneut die Haie, die noch vor dem Beginn der zweiten Pause vorlegen sollten. Mit einem Schuss von der blauen Linie brachte Verteidiger Torsten Ankert seine Mannschaft erneut in Führung. Doch selbst dieses Tor zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt schockte den ERC nicht.

Denn die Mannschaft von Trainer Niklas Sundblad kämpfte sich erneut zurück in die Partie. Dabei waren zwei Spieler entscheidend beteiligt, die schon über die gesamten Playoffs mit teilweise überragenden Leistungen glänzen. Patrick Köppchen, Verteidiger des ERC, erzielte den Ausgleich für die Gäste. Der 33-Jährige hat nun bereits 4 Tore für seine Mannschaft in den Playoffs erzielt und legte zehn weitere Treffer vor. Wenige Minuten später folgte die wohl wichtigste Aktion im Spiel, als die Kölner Haie mit drei Stürmern auf lediglich einen Ingolstädter Verteidiger zuliefen. Nach einem sehenswerten Querpass und dem weit offen stehenden Tor jubelten die Kölner Fans bereits, doch mit einer unfassbaren Parade verhinderte Timo Pielmeier den erneuten Führungstreffer für den Gastgeber.

Turnbull sorgt für Entscheidung

Auch in der Verlängerung waren die Haie tonangebend, doch der junge Schlussmann der Ingolstädter zeigte sich erneut auf dem Posten. Er gilt schon jetzt als eine Option für den wichtigsten Spieler in den Playoffs, denn bereits in den vorherigen Runden verzweifelten die gegnerischen Stürmer reihenweise an Pielmeiers glänzenden Reaktionen. So erging es in Spiel fünf der Finalserie auch den Haien, die in der 70. Minute dann eine bereits gewonnen geglaubte Partie verloren. Nach einem Konter setzte Travis Turnbull den Schlusspunkt mit einem überlegten Abschluss, bei dem Haie-Torwart Danny aus den Birken keine Abwehrchance besaß. Nun kann Ingolstadt am Sonntag die erste Meisterschaft seit Bestehen der Deutschen Eishockey Liga einfahren. Dann empfängt das Team aus Bayern in der heimischen Arena um 14:30 Uhr die Kölner Haie.

Bild:Lanxess Arena – Heimspielstätte der Kölner Haie von Udo Schröter, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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