Apple-Aktie steigt um 7 Prozent, Anleger bekommen höhere Dividenden

24. April 2014 - 11:03 - keine Kommentare

Tastatur (c) flickr Andrew

Nach langer Zeit kann Apple wieder einmal Erfolge an der Börse verbuchen: Durch die gestiegene Nachfrage in China, mit einer cleveren Rückkaufaktionen und mit einer Dividendenerhöhung nach einem Aktiensplit, kann das iPhone-Unternehmen eine Kurssteigerung von 7 Prozent vermelden.

Die Anleger von Apple können seit einer schon mehrere Quartale anhaltenden Durststrecke frohlocken: Nachdem Samsung, der größte Konkurrent des Unternehmens aus Cupertino, seinen Höhenflug fürs Erste beendet zu haben scheint, kann auch die Apple-Aktie wieder anziehen. Als Gründe für die Zunahme um 7 Prozent werden zunächst die hervorragenden Verkaufszahlen des iPhones vor allem auf dem soeben erst erschlossenen Markt in China genannt: 43,7 Millionen Stück wurden im ersten Quartal des laufenden Jahres verkauft, während man von bestenfalls 38 Millionen ausging. Wesentlicher als die Verkäufe sind jedoch die Maßnahmen, mit denen Apple seine Aktienhalter glücklich machen will.

Rückkäufe, Verkaufsrekorde und höhere Dividenden: Apple-Aktie steigt nachbörslich

CEO Tim Cook hat in den vergangenen Jahren etliche Wege eingeschlagen, die mit Steve Jobs nicht möglich gewesen wären: Das iPad wurde kleiner – dessen Verkäufe gingen im Übrigen auch um 16 Prozent zurück – und das iPhone wurde größer. Unter Jobs lautete die Apple-Devise, niemals der Konkurrenz hinterherzulaufen und nötigenfalls fehlende Features als Lifestyle zu deklarieren oder festzulegen, dass die Benutzer sie nicht brauchen. Unter Cook scheint der Elektronik-Riese dauerhaft darum kämpfen zu müssen, an der Spitze der Branche zu bleiben und den Erfolg von Samsung, Sony und Google nachzumachen.

Auch jetzt hat Tim Cook eine Entscheidung getroffen, die sein verstorbener Vorgänger niemals hätte treffen können: Um den Wünschen des Großinvestors Carl Icahn zu entsprechen, wurde das Rückkaufprogramm der Apple-Aktie angefeuert, die Ausschüttung der Dividenden erhöht und die Aktie 7 zu 1 gesplittet. 156 Milliarden US-Dollar sollen Apple zur Verfügung stehen – Carl Icahn und die restlichen Aktienhalter fordern schon seit Langem, dass dieses Geld an die Investoren ausgeschüttet wird.

Tim Cook trifft Finanzentscheidung zugunsten von Carl Icahn

Icahn hat in den vergangenen Monaten stetig seine Beteiligung am Marktführer auf 4,7 Millionen Anteile erhöht, so dass er mittlerweile zum wichtigsten Einzelsprecher der Anleger geworden ist. Und nicht nur er kann sich über Cooks Einlenken freuen, auch die anderen Apple-Aktien-Anleger profitieren davon, dass ihre Wertpapiere nachbörslich um 7 Prozent, zeitweilig sogar bis beinahe 8 Prozent auf 566 Dollar stiegen. 45,6 Milliarden Dollar betrug im ersten Quartal 2014 der Umsatz bei Apple, der Gewinn konnte sich auf 10,2 Milliarden steigern.

Carl Icahn wies jedoch bei aller Freude über die Kursverbesserung der Apple-Aktie auch darauf hin, dass es schon lange keinen neuen Verkaufsschlager mehr gab. Auch andere Kritiker bemängeln das Fehlen eines neuen Produktes von Apple, dass den Markt, wie zu den besten Zeiten des Unternehmens aus Cupertino, revolutioniert.

Bild: Tastatur von Andrew*, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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