Welttheatertag 2014: Botschaft von Brett Bailey

27. März 2014 - 10:57 - keine Kommentare

Theater

Am 27. März wird der Welttheatertag begangen: Das Internationale Theaterinstitut veröffentlicht zu diesem Tag eine Botschaft renommierter Theatermacher zur aktuellen Situation und zur Bedeutung des Schauspiels. 2014 hat der südafrikanische Regisseur und Autor Brett Bailey diese Aufgabe übernommen.

Zum 53sten Mal wird 2014 der Welttheatertag begangen: Ausgehend von einem Aufruf des Wiener Kongresses des Internationalen Theaterinstituts (ITI) im Jahr 1961 wird jedes Jahr am 27. März über die aktuelle Bedeutung des Theaters, der gesellschaftlichen Aufgaben von Bühnenstücken, der Relevanz von Performances und der Wichtigkeit einer Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten von Aufführungen nachgedacht – hierzu wird eine Botschaft verfasst, in mehrere Sprachen übersetzt und an diesem Tag veröffentlicht, unter anderem durch das Verlesen derselben bevor sich die Vorhänge auf den Bühnen der Welt heben. 2014 hat der Regisseur und Autor Brett Bailey aus Südafrika die internationale Botschaft verfasst.

Welttheatertag 2014: Botschaft von Brett Bailey

Seitdem Menschen ihre Geschichten vor anderen spielerisch darstellen, wurde über die Bedeutung und die Wirkungskraft, die Rhetorik und die Mechanik des Theaters philosophiert. Verschiedene Schulen haben sich gegründet, jede nach den Ideen der Vordenker ausgerichtet und alle im Versuch, nicht nur das Vorhandene zu erklären und zu lehren, sondern das Schauspiel und die Theaterkunst voranzutreiben, aktuell zu halten, gesellschaftlich relevant zu machen.

Den „Drang zur Darstellung“, den „Geist der Darbietung“, beschwört auch Brett Bailey in seiner 2014er Botschaft: Er schildert die Traditionen, die in allen Kulturen, überall auf der Welt und in allen Zeiten Menschen dazu brachten, ihre Wünsche, Vorstellungen, Wahrnehmungen und Empfindungen darzustellen, die Notwendigkeit, diese Urbedürfnisse zu offenbaren und auch die Aktualität all dessen in unserer Welt, zu unserer Zeit.

Bailey folgt in seinem Aufruf damit nicht nur den beiden schon berühmt gewordenen Botschaften von Tankred Dorst und Ariane Mnouchkine, die sich 2003 und 2005 mit der Kreativität des modernen Theaters auseinander setzten, auch die Internationalität und der Originalität, die von Judi Dench (2010) und John Malkovich (2012) betont wurden, wird erwähnt, während er eindringliche Worte findet, um den freiheitlichen Gedanken des Schauspiels gerecht zu werden.

Veranstaltungen der Theater am 27. März

Etliche Theater schließen sich am 27. März 2014 dem ITI an und bieten besondere Aufführungen und Veranstaltungen, andere verlesen die Botschaft von Brett Bailey in ihren jeweiligen Sprachen und weitere werden Einblicke in den Theaterbetrieb liefern – jede Bühne in jeder Stadt in jedem Land setzt sich auf eigene Weise und nach den eigenen Vorstellungen mit der Theaterszene und den Aufgaben des darstellenden Spiels auseinander.

Johan Simons wurde in diesem Jahr als Preisträger des ITI Preises zum Welttheatertag 2014 ausgesucht – am 14. April 2014 wird dieser dann nach der Vorstellung von „Hiob“ an den Münchner Kammerspielen überreicht.

Bild:Welttheatertag von Alan Cleaver, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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