Candy Crush an die Börse: King Digital plant mit Gewinn

26. März 2014 - 10:54 - keine Kommentare

Candy Crush

Spiele auf dem Smartphone sind ein Marktsegment, das derzeit stark ausgebaut wird: Die „Candy Crush Saga“ gehört dabei zu den erfolgreichsten Casual Games auf dem Handy – nun will Entwickler King Digital an die Börse gehen und rechnet sich hohe Gewinne aus.

Die Macher der „Candy Crush Saga“ gehen mit ihrer Firma an die Börse: King Digital, 2002 in den letzten Zügen der New Economy und der digitalen Start-Ups gegründet, hat sich in den vergangenen Jahren auf dem mobilen Markt etabliert – ihr beliebtes Freizeitspiel für Apple- und Android-Smartphones wird derzeit von 97 Millionen Menschen gespielt, die es jeden Tag öfter als eine Milliarde Mal aufrufen. Das Unternehmen wird mit einem Wert von 7,1 Milliarden Dollar eingeschätzt, seine Aktien sollen für 22,50 Dollar gehandelt werden. Im Ganzen verspricht man sich beim Börsengang Verkäufe, die 500 Millionen Dollar einbringen sollen.

Casual Games auf dem Smartphone: Candy Crush Entwickler will an die Börse

Es gibt Handy-Spiele, an denen so gut wie niemand vorbei kommt und die zudem ein seltsames Eigenleben entwickeln – die „Angry Birds“ gehören zu diesem Phänomen ebenso wie die „Candy Crush Saga“, deren Idee zwar nicht übertrieben neu ist, deren Spielspaß aber geradezu süchtig macht. Spieler müssen auf ihren Touchscreens gleiche Süßigkeiten und Bonbons sortieren, um sie vom Spielfeld zu entfernen und auch, wenn ähnliche Konzepte schon mit Juwelen, mit Muscheln und einfachen geometrischen Formen umgesetzt wurden, lässt sich „Candy Crush“ von kaum einem Smartphone wegdenken.

Tatsächlich bescheren Casual Games dieser Art dem Entwickler King Digital einen jährlichen Umsatz von 1,9 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 568 Millionen, was einen Sprung von 7.000 Prozent innerhalb Jahresfrist entspricht, wie die „New York Times“ errechnete. Wesentlich scheint dabei der Erfolg der Süßigkeiten-Saga zu sein, aber auch die clevere Vermeidung von Problemen, wie sie ehemals starke Konkurrenten, wie etwa Zynga, der Firma hinter dem ursprünglich erfolgreichen „FarmVille“ Konzept, betrafen. So wurde die Einschätzung von King Digital eher konservativ gehalten, heißt es in Medienberichten.

King Digital: Börsengang nach 7.000-prozentigem Gewinnanstieg

Die Gaming-Szene ist von starken und schnellen Wandlungen bestimmt, was heute Millionen von Spielern begeistert, kann morgen schon irrelevant sein. Um auch dieses Schicksal zu vermeiden, hält sich King Digital auch bei In-Game-Verkäufen zurück, die jedoch die einzige Einnahmequelle aus dem ansonsten kostenlosen Spiel darstellen. Aus diesem Grunde sind Analysten und Experten auch vorsichtig in ihrer Einschätzung: Mark Little vom Technologieberater Ovum wird etwa damit zitiert, dass kleine Unternehmen wie auch King Digital weitere Erfolge bräuchten, um ihre Popularität auszubauen. Bei „Candy Crush“ sei allerdings das größte Wachstum vor einem Jahr erkennbar gewesen, hieß es in Medienberichten.

 
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