Mit Jubel in die Hölle – 100 Jahre Erster Weltkrieg im ZDF

25. März 2014 - 18:57 - keine Kommentare

Mit Jubel in die Hölle – 100 Jahre Erster Weltkrieg im ZDF

In der ZDFzeit Doku Reihe wird „Mit Jubel in die Hölle – 100 Jahre Erster Weltkrieg” basierend auf Tagebucheinträgen persönliche Eindrücke von Soldaten zwischen 1914 und 1918 schildern: Von der anfänglichen Begeisterung bis zur Todesangst und dem abgestumpften Schrecken in den Schützengräben.

Der Große Krieg forderte 10 Millionen Tote und 20 Millionen Verwundete, er gilt als die Urkatastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts, nach der sich das Antlitz der Erde änderte, auf politischer, gesellschaftlicher, ideologischer, moralischer, psychologischer und persönlicher Ebene – und dennoch gingen die Soldaten auf allen Seiten „Mit Jubel in die Hölle“. Der ZDFzeit Dokumentarfilm von Stefan Brauburger und Stefan Mausbach schildert anhand von den Tagebuch-Aufzeichnungen von drei Soldaten den Schrecken des Krieges, aber auch den Alltag im Schützengraben und die sich im Laufe der Kriegsjahre verändernde Stimmung und Einstellung.

Mit Jubel in die Hölle: ZDFzeit Doku zum Ersten Weltkrieg

Zum hundertsten Jahrestag des Ersten Weltkriegs werden die persönlichen Erlebnisse, Gedanken und Stimmungen von Kurt Hopffer, einem 22-jährigen Offizier aus München, der 1916 bei Verdun starb,  von Karl Rosner, 29 Jahre alt und Jurist, und von Peter Kollwitz, dem 18-jährigen Sohn von Käthe Kollwitz als Grundlage der Dokumentation dienen. Lediglich Rosner überlebte die vier Kriegsjahre, die von allen Nationen herbeigesehnt wurden, in die die jungen Männer mit Hurra zogen und die sich letztlich als sinnloses Gemetzel und gleichzeitig als Abschluss einer Ära und als Ursprung des kommenden Jahrhunderts erwiesen.

Als am 28. Juni 1914 in Sarajevo Erzherzog Franz Ferdinand, der Thronfolger der österreichisch-ungarischen Monarchie einem Attentat zum Opfer fiel, drohte die lang schon schwelende Lunte am Pulverfass Europas sich zu entzünden: Um seine Macht zu erhalten wollte Österreich gegen Serbien mobil machen, was Russland auf den Plan brachte und Deutschland hinterher. Die unterschiedlichen Bündnisse der Länder der Triple Entent und der Mittelmächte ließen die Situation schnell eskalieren, was von so gut wie jedem der säbelrasselnden Länder in Julikrise begrüßt wurde – begeistert zogen sie in einen Krieg, der sich über drei Kontinente erstreckte und einige der schrecklichsten und längsten Schlachten der Weltgeschichte hervorbrachte: Die Hölle von Verdun und die Schlacht an der Somme sind zu Inbegriffen der Schrecken des Krieges geworden.

100 Jahre Erster Weltkrieg im ZDF: Auftakt einer Doku-Reihe

Obwohl der Erste Weltkrieg die Kulmination der diplomatischen Entwicklungen des neunzehnten Jahrhunderts, der Gipfel der Bündnisse und ein Ergebnis der Staatenbildung und des ausgeprägten Nationalismus aller beteiligten Länder war, obwohl in den vier Jahren der uneingeschränkte Glaube an die Technik und die eigene Superiorität zum Trauma von Generationen wurde und obwohl sich zeigte, dass die Kriegsteilnehmer zwar moderne Waffen einsetzen konnten, aber im Geiste noch alten Mechanismen auf Gedeih und Verderb unterworfen waren, sind die komplexen Vorgänge, die in den Krieg führten, sein Verlauf und die Erfahrungen der Soldaten in den Gräben weitaus weniger bekannt als seine Folgen.

Der Film „Mit Jubel in die Hölle – 100 Jahre Erster Weltkrieg“ wird einer Reihe von Beiträgen und Berichten, Webspecials und Sonderthemen vorstehen, die den Großen Krieg, der alle Kriege beenden sollte, einhundert Jahre nach seinem Beginn beleuchten werden. Die ZDFzeit Doku wird am 25. März 2014 um 20.15 Uhr gesendet.

Bild: ZDF / Karl-Heinz Koch

 
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