Brasilien: Rating-Agenturen senken die Kreditwürdigkeit

25. März 2014 - 08:33 - keine Kommentare

Lange Zeit galt Brasilien als Boomland in Südamerika, aber mittlerweile scheint diese Euphorie längst verflogen zu sein. Die US-Ratingagentur Standard & Poor’s hat nun auf das abflauende Wirtschaftswachstum reagiert und die Kreditwürdigkeit des Landes auf BBB- abgesenkt.

Mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und den Olympischen Spielen 2016 hatten auch die sportlichen Organisationen ein Zeichen gesetzt. Mit diesen finanziell starken Events wollte man Brasilien im weiteren Aufbau von wirtschaftlicher Stabilität weiter unterstützen, allerdings sprechen die Zahlen mittlerweile eine andere Sprache. Unter Präsident Lula hat sich das Wachstum deutlich verringert und auch die aktuelle Regierungschefin Dilma Rousseff scheint das Ruder nicht mehr herumreißen zu können. Vor allem die veraltete Infrastruktur des Land mit erheblichen Mängeln bei Häfen, Straßen und Stromleitungen trüben die Aussichten Brasiliens.

Brasilien: Rating-Agenturen senken die Kreditwürdigkeit

Nun hat mit der US-Ratingagentur Standard & Poor’s die reste Ratingagentur auf das verringerte Wachstum in dem südamerikanischen Land reagiert und Brasiliens Kreditwürdigkeit auf BBB- abgesenkt. Damit befindet man sich nur eine Stufe über dem Ramsch-Niveau und Investoren wird in diesem Zusammenhang von einem finanziellen Engagement abgeraten. Das Finanzministerium reagierte umgehend und wies die Einschätzung der Rating-Agentur zurück. Dort sieht man ein steigendes Bruttoinlandsprodukt um 2,3 Prozent sowie die Absenkung der öffentlichen Bruttoverschuldung von 58,8 auf 57,2 Prozent als Fortschritt an.

Bild: Brasilien von dany13, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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