Flug MH370: Neue Trümmerteile im Indischen Ozean entdeckt

24. März 2014 - 08:49 - keine Kommentare

Malaysia Air

Auf der Suche nach den möglichen Wrackteilen der verschwundenen Boeing 777-200 haben chinesische Flugzeuge Objekte entdeckt, die weitere Trümmerteile des Fluges MH370 darstellen könnten. Im aktuellen Suchgebiet seien etliche im Meer treibende Gegenstände ausgemacht worden, die nun näher untersucht werden sollen.

Chinesische Militärmaschinen, die sich an der Suche nach der am 08. März 2014 verschwundenen Boeing 777 beteiligen, haben laut der Nachrichtenagentur Xinhua Objekte im Indischen Ozean entdeckt, die als weitere Wrackteile eingeschätzt werden: Zwei der Trümmerteile seien groß, viereckig, weiß und sollen im Meer schwimmen, weitere kleinere Gegenstände seien in einigen Kilometern Abstand ebenfalls entdeckt worden. Die „Australian Maritime Safety Authority“ (AMSA) bestätigte die chinesischen Entdeckungen, der Vize-Ministerpräsident Australiens, Warren Truss, warnte allerdings davor, zu große Hoffnungen in die anhaltende Suche zu legen, da die Wetterverhältnisse sich im Suchgebiet verschlechtern.

Chinesische Flugzeuge entdecken weitere Trümmer der verschwundenen Boeing

Vor über zwei Wochen ist die Boeing 777-200 mit der Flugnummer MH370 auf ihrem Weg von Kuala Lumpur nach Peking urplötzlich vom Radar verschwunden und gilt seitdem als verschollen: Berechnungen zufolge soll das Flugzeug im extremen Maße vom Kurs abgekommen und diesem über Stunden gefolgt sein – im Indischen Ozean, 2.500 Kilometer vom australischen Perth entfernt, wurden unlängst durch Satellitenbilder Objekte gesichtet, die möglicherweise Wrackteile des Flugzeuges darstellen.

Die Strömung soll sie bereits über mehrere hundert Kilometer von der ursprünglichen Fundstelle fortgetrieben haben, die neuesten Sichtungen durch die chinesischen Militärflugzeuge soll sich aber im aktuellen Suchgebiet befinden, so dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass es sich auch bei den neuen Objekten um Trümmerteile der MH370 handelt. Die Flugzeuge hatten aufgrund von Treibstoffmangel zunächst wieder zur Basis zurückkehren müssen, China hat jedoch Australien gebeten, die Region mit weiteren Flugzeugen zu untersuchen.

Flug MH370: Suche im Indischen Ozean wird fortgesetzt

Derweil soll auch der chinesische Eisbrecher „Schneedrache“ seinen Kurs geändert haben, um zur neuen Fundstelle aufzubrechen, allerdings rechnen die Suchmannschaften unter der Leitung der AMSA mit zunehmend schlechtem Wetter in der Region, das die Suche erschweren könnte. Von der US Navy wurde ein spezielles Ortungsgerät für die Black Box der Boeing 777 entsandt: Innerhalb von dreißig Tagen nach dem Absturz sendet der Flugschreiber sein Signal, das dieses Gerät auch in einer Wassertiefe von 6.000 Metern aufspüren kann.

Die AMSA hat zudem das Suchgebiet erweitert, nachdem auch von französischen Satellitenbildern weitere mögliche Wrackteile der verschwundenen Boeing ausfindig gemacht wurden.

Bild:Malaysia von Auckland Photo News Rodger McCutcheon, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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