Hartz IV trotz Mindestlohn: Hunderttausende Arbeitnehmer betroffen

19. März 2014 - 10:24 - keine Kommentare

Laut aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit müssten trotz der Einführung des flächendeckenden Mindestlohnes in Höhe von 8,50 Euro Hunderttausende Arbeitnehmer weiterhin Hartz IV beantragen, um ihre Grundsicherungsleistungen zu gewährleisten.

Nach einem gemeinsamen Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), CSU-Chef Horst Seehofer und SPD-Chef Sigmar Gabriel im Kanzleramt am gestrigen Dienstag ist nun klar, dass der flächendeckende Mindestlohn möglichst zeitnah auf den Weg gebracht werden wird. Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) arbeitet nun an der Umsetzung, wobei es noch Diskussionen um mögliche Einschränkungen geben wird. Jugendliche unter 18 Jahren könnten womöglich von der Mindestlohnregelung ausgenommen werden, um eine Besetzung der Lehrstellen hierzulande zu gewährleisten.

Hartz IV trotz Mindestlohn: Hunderttausende Arbeitnehmer betroffen

Dennoch geht die neuen gesetzlichen Regelungen nicht umfangreich genug sein, denn aus aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit geht hervor, dass weiterhin Hunderttausende Arbeitnehmer Hartz IV beantragen müssten. 41 Prozent (rund 740.000) alleinstehenden Hartz-IV-Empfänger könnten trotz einer Vollbeschäftigung mit Mindestlohn ihre Grundsicherung in Deutschland nicht gewährleisten. Grund hierfür sind vor allem die hohen Mieten in zahlreichen Städten und Gemeinden. Im Westen der Republik würde dieser Wert sogar 48,8 Prozent betragen.

Bild:Ausbildung von ME-Arbeitgeber, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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