Mindestlohn: Jugendliche bis 18 als Ausnahme

17. März 2014 - 09:48 - keine Kommentare

Der geplante Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde soll möglichst zeitnah auf den Weg gebracht werden, allerdings plant Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles eine Ausnahmeregelung für Jugendliche unter 18 Jahren. Sie sollen weiterhin eine Ausbildung auf einem niedrigen Lohnniveau gegenüber Aushilfsstellen den Vorzug geben.

Ab dem 1. Januar 2015 soll in Deutschland der flächendeckende Mindestlohn von 8,50 Euro eingeführt werden. Allerdings könnte es nach ersten Entwürfen auch Ausnahmen vor allem bei Gaststättenbetrieben, Taxifahrern, Callcentern, Zeitungsverlegern, Erntehelfern kommen, denen noch eine zweijährige Übergangsfrist eingeräumt wird. Ab 2017 soll dann aber die flächendeckende Regelung greifen. Geplant sind für die Zukunft harte Kontrollen zur Umsetzung sowie die Einrichtung einer Hotline, bei der sich Arbeitnehmer in einem entsprechenden Fall melden können.

Mindestlohn: Jugendliche bis 18 als Ausnahme

In diesem Zusammenhang hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles entsprechende Ausnahmen für Rentner und Minijobber abgelehnt. “Warum sollen Menschen schlechter bezahlt werden, nur weil sie älter sind oder weniger Stunden arbeiten als andere?” (Spiegel Online) Jedoch plant man beim Gesetzeswurf eine eigene Regelung für Jugendliche unter 18 Jahren aufzunehmen. Hintergrund ist die Motivation weiterhin eine Ausbildung zu genießen, statt den Mindestlohn in einem Aushilfsjob anzunehmen.

Bild:Ausbildung von ME-Arbeitgeber, CC BY – bearbeitet von borlife.

 

 
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