Wirtschaftswachstum in Japan fällt enttäuschend aus

10. März 2014 - 08:01 - keine Kommentare

Das Bruttoinlandsprodukt in Japan ist zwischen Oktober und Dezember um 0,7 Prozent gewachsen und fiel damit deutlich geringer aus, als Experten im Vorfeld erwartet hatten. Zur Belastung werden in erster Linie die Importe von Öl und Gas, die durch das Abschalten der Atomkraftwerke als Rohstoffe unabdingbar sind.

Die Atomkatastrophe hat auch nach drei Jahren erhebliche Auswirkungen auf die japanische Wirtschaft. Bislang hält die Regierung an dem Vorhaben fest die insgesamt 48 Atomkraftwerke abgeschalten zu lassen, allerdings wird dies mittlerweile zu einer hohen finanziellen Belastung. Der schwache Yen, der den Export in Schwung bringen sollte, kommt Japan spätestens beim Einkauf von Öl und Gas teuer zu stehen. Deren Import ist aber durch die fehlende Atomenergie unabdingbar geworden.

Wirtschaftswachstum in Japan fällt enttäuschend aus

Laut aktuellen Zahlen aus dem Januar ist der Import in Japan um 30 Prozent gewachsen und fällt fast doppelt so hoch aus wie die Exporte. Auch dort hat die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ein Wachstum um 16,7 Prozent auf rund 5,5 Billionen Yen zu verzeichnen, allerdings kann man die Kosten der Importe damit nicht decken. Das Defizit in der Leistungsbilanz im Januar stieg somit auf einen Rekordwert von 1,6 Billionen Yen.

In der Summe fiel das Wirtschaftswachstum im letzten Quartal des vergangenen Jahres deutlich geringer aus, als von Experten und Ökonomen erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt konnte um 0,7 Prozent zulegen, liegt aber unter den erhofften 1,0 Prozent.

Bild:Wirtschaft von Senfwurst, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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